Monat: Oktober 2015

October so far

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October, you have been so good to me! 💜 Der Monat neigt sich schon wieder dem Ende zu und wie kein anderer hat er mir dieses Jahr wieder einmal gezeigt, wie sehr es um die kleinen Dinge im Leben geht. Ich habe an Herbstabenden selbstgemachte KĂŒrbis-Curry-Suppe und karamellisierte Äpfel genossen, bin kurz am Flussufer Fahrrad gefahren, war zum ersten Mal seit 2 Monaten Pizza essen, habe mit Freundinnen Apfelpfannkuchen mit Zimt und Zucker gemacht, ich war in Marseille, habe MĂ€delsabende mit Filmen oder Youtubevideos inklusive Panacotta und Kerzen genossen, habe mit Freundinnen bei wunderschönem Herbstwetter ein Boot gemietet und das Glitzern auf dem Wasser geliebt, bin in einer wunderbar großen Waffel mit Sahne und geschmolzener Bitterschokolade versunken und außerdem in Muffins mit flĂŒssigem Schokoladenkern. 🍂 🍁

All diese kleinen Momente haben mir aufs Neue deutlich gemacht: “I think it’s important to find the little things in everyday life that make you happy.” – Paula Cole.

Diese Woche haben wir hier in Frankreich Ferien, und meine Familie nutzt diese Gelegenheit und besucht mich hier in Lyon. Ich freue mich schon so sehr darauf, ihr die Stadt zu zeigen und Lyon noch einmal mit ganz anderen Augen kennen zu lernen. Vor allem aber darauf, den Oktober mit vielen weiteren wunderbar kleinen und doch so besonderen Momenten ausklingen zu lassen. Ich wĂŒnsche euch einen schönen Mittwoch!

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Marseille for the Weekend

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Das Wochenende ist vorbei und mit ihm ein weiterer Wochenendtrip, den ich auf meiner Liste abhaken kann. Marseille bestand fĂŒr mich aus Möwengeschrei, blauem Himmel, sĂŒĂŸen AltstadtgĂ€sschen und vielen neuen EindrĂŒcken.  Auch wenn es einige Dinge gab, die nicht so perfekt gelaufen sind – eine stressige RĂŒckreise, Halsschmerzen, WetterumschwĂŒnge – war es trotzdem ein wirklich sehr schönes Wochenende. Eine Sache, die ich allerdings wirklich schrecklich merkwĂŒrdig in Frankreich finde, muss ich hier jetzt aber wirklich mal ansprechen: Das FrĂŒhstĂŒck. Eigentlich sind Franzosen ja durchaus sehr bekannt fĂŒr ihre Liebe zum Essen. FĂŒr warmes Baguette, Croissants, schaumigen Kaffee und selbstgemachte KonfitĂŒre. Deshalb wollten meine Freundin und ich an unserem ersten Morgen in Marseille am liebsten ganz groß frĂŒhstĂŒcken gehen – am besten mit Pancakes, den eben aufgezĂ€hlten Dingen und allem drum und dran. Aber: Pustekuchen: Ein FrĂŒhstĂŒcksmenu oder gar Brunch existiert hier entweder gar nicht oder besteht allenfalls aus Croissant und Orangensaft. Hier nur eine Frage: Wer wird davon satt, bitte? Wer kann nach so etwas wunderbar gesĂ€ttigt und gut gelaunt in den Tag starten? Selbst mein französischer Mitbewohner meinte schon, dass wir Deutschen ja immer so viel frĂŒhstĂŒcken wĂŒrden. Und hier wieder meine Gegenfrage: Wie kann man ein ausgiebiges FrĂŒhstĂŒck nicht lieben?? Wenigstens hatten wir beim Abendessen eine kulinarische Offenbarung, denn das indische und vegetarische Thali, das ihr auf den Bildern seht, war einfach nur göttlich! Nach den zwei Tagen am Hafen und in der Altstadt konnten wir uns in unsere wunderschöne Airbnb-Wohnung zurĂŒckziehen, die herzallerliebst individuell eingerichtet war. Seht ihr die Federn-Lampe auf den Bildern? Ich wusste nicht, dass ich mich so in eine Lampe verlieben kann! Nach dem ganzen FrĂŒhstĂŒcks-und Lampengerede kommen wir aber mal zum Wesentlichen: Die Bootsfahrt auf dem Meer und zu den Calanques, also den tĂŒrkis schillernden Buchten zwischen den Felsen, hat mir am Besten gefallen. Auch wenn es nach sonnigen 20 Grad auf dem Festland auf dem Boot plötzlich so windig und kalt war, dass ich mir dort vermutlich meine ErkĂ€ltung geholt habe, war sie mit dem HĂŒpfen auf den Wellen, den eindrucksvollen Felsen und den vielen malerischen Fischerdörfchen wirklich mein Highlight. Auf den Bildern seht ihr meine liebsten Marseille-EindrĂŒcke. Wart ihr schon einmal dort? Und frĂŒhstĂŒckt ihr auch am liebsten ganz groß? Ich wĂŒnsche euch einen schönen Dienstag!

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Travel Plans

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Bevor ich nach Lyon gezogen bin, kannte ich nicht besonders viel von Frankreich. Die atemberaubende Dune du Pilat an der AtlantikkĂŒste, ein bitterkaltes Bordeaux, eine verregneter Bourgogne und natĂŒrlich Paris. Seit ich allerdings hier bin, und von den AusflĂŒgen und Reiselust der Anderen höre (die Amerikaner nutzen es natĂŒrlich – zurecht – aus, in Europa zu sein und besuchen so viele StĂ€dte und LĂ€nder wie möglich), weiß ich: Frankreich hat so viel zu bieten! Die Preise mancher ZĂŒge und vor allem der Busse innerhalb Frankreichs sind dazu noch unschlagbar gĂŒnstig. Mit dem Zug von Lyon nach Marseille? 10 Euro. Mit dem Bus von Lyon nach Paris? Unschlagbare 1 Euro! Bei diesen Preisen grenzt es ja an ein Verbrechen, wenn man nicht ein paar Wochenendtrips unternimmt, oder?

In nĂ€chster Zeit möchte ich diese drei StĂ€dte besuchen. Naja, am liebsten gleich noch viel mehr.. aber diese Trips sind zumindest bereits konkret geplant. Hier also ein bisschen Travel Inspiration fĂŒr euren nĂ€chsten Frankreich-Urlaub. Ich weiß jedenfalls jetzt schon, dass ich im Sommer wieder kommen werde!

Marseille | … ist schon gebucht! Bereits dieses Wochenende geht es an die KĂŒstenstadt und ich freue mich schon so sehr, das Meer zu sehen, den Hafen, schön essen zu gehen und neue EindrĂŒcke zu sammeln. Außerdem wĂŒrde ich mich total freuen, wenn es mit einer Bootsfahrt klappen wĂŒrde! Meine Freundin und ich schlafen in einem wunderschönen Airbnb-Apartment und ich freue mich wirklich schon sehr, mit diesem Trip die Herbstferien einlĂ€uten zu können! ffd

Annecy | HĂ€user mit farbigen Fassaden, KanĂ€le in der ganzen Stadt und kleine verwunschene GĂ€sschen… Die Stadt Annecy trĂ€gt den Spitznamen ‘Venedig der Savoie” und ist wegen seiner zauberhaften Altstadt, vor allem aber wegen des wunderschönen Sees zwischen den Bergen beliebt. Als ich zum ersten Mal Bilder vom See sah und hörte, wie nah er an Lyon liegt, war mein erster Gedanke: Da muss ich unbedingt und absolut hin!! Unten rechts auf der Collage seht ihr außerdem die ‘Pont des Amours’, also die BrĂŒcke der Verliebten. Die Legende besagt: Wer sich in der Mitte der BrĂŒcke kĂŒsst, bleibt ein Leben lang vereint. Aww, wie romantisch!! iii

Paris | …das sind CrĂȘpes im Jardin de Tuilieries, Shopping in den Galeries Lafayette, Staunen vorm Eifelturm, Macarons auf dem Place de Vosges und jede Menge mehr erste EindrĂŒcke. Der Trip mit meiner Schwester nach Paris letztes Jahr hat mir so viel bedeutet, und jetzt zieht es mich wieder in die Stadt der Liebe. Es ist bereits eine heiß geliebte Tradition geworden, mit meiner besten Freundin Girl-Trips in die schönsten StĂ€dte Europas zu unternehmen und Amsterdam im August ist ja auch schon wieder vieel zu lange her!! Paris in November – I’m coming for you! ❀

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Grenoble, Aix en Provence und Clerment Ferrand sind weitere StĂ€dte hier in der NĂ€he, die ich mir total gern anschauen wĂŒrde. Und noch einmal den Weihnachtsmarkt in Strasbourg zu besuchen hört sich auch himmlisch an.. Wieso hat ein Auslandssemester eigentlich so wenige Wochenenden? Mich wĂŒrde interessieren, was ihr schon von Frankreich gesehen habt und wĂŒnsche euch einen schönen Donnerstag!

All pictures via Pinterest.

Blair Waldorf

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“I will follow you, you will be my main direction  | I study you until I will get your | Everything you do is a gem in my collection | I follow you until I will get your perfection, you’re perfection” „Perfection“ – Oh Land

Ich bewundere ihre StĂ€rke. Und gleichzeitig ihre SchwĂ€chen. Sie kĂ€mpft fĂŒr die Dinge, die etwas bedeuten, sie lebt und liebt melodramatisch. In Dior Heels schwebt sie ĂŒber die Upper East Side, immer auf der Suche nach ErfĂŒllung. Durch Liebe? Durch Macht? Durch Perfektion. Stets große TrĂ€ume, schöner und heller als die RealitĂ€t es je sein wird, untermalt mit Musik. Wir teilen nicht nur die SchwĂ€che fĂŒr Audrey Hepburn. Ein perfektes Leben, ein perfektes Ich ist etwas, das sie anstrebt. Und dabei versagt. Nach dem Krieg und den Intrigen bleiben viele Opfer zurĂŒck, nicht zuletzt sie selbst. Die SchwĂ€chen der Anderen ausloten und sie mit diesen erst erniedrigen, dann zerstören? Das kann sie am Besten. Die FĂ€higkeit, sich Anderen gegenĂŒber zu profilieren, um die eigene Schönheit zu unterstreichen, beherrscht sie seit dem Kindergarten.

Doch trotz ihrer Fehler lehrt sie uns so viel. In einer Welt, in der es so viele Kopien gibt, ein Original sein, zum Beispiel. Die unantastbare Königin bleiben, und sich seiner großen SchwĂ€chen sehr wohl bewusst sein. Sich an einem Punkt im Leben die eigene Verletzlichkeit eingestehen, die Verwundbarkeit in der Liebe. Sie ist die Eine, die unter TrĂ€nen in ihre hellblauen Satinlaken sinkt und gleich darauf Dorota die neuesten Ziele und PlĂ€ne mitteilt. Niemand steht so schnell auf wie sie, und niemand sieht dabei so elegant und wĂŒrdevoll aus.

Perfektion. Etwas, das sie anstrebt. Und dabei versagt. Die Welt und nicht zuletzt wir selbst stecken so voller WidersprĂŒche. Wir erleben EnttĂ€uschungen, die uns tiefer berĂŒhren, als wir möchten. Uns liegen gleichzeitig die schönsten LiebeserklĂ€rungen und die spitzesten KrĂ€nkungen auf der Zunge. Ein Kontrast, der ihren Charakter ausmacht. Und nach 6 Jahren weiß auch Queen B: Es ist in Ordnung, beide Seiten zu haben. Und es trotz aller Niederlagen niemals aufzugeben – das Streben nach Perfektion. Nach GlĂŒck. Nach Liebe. Wir teilen nicht nur die Vorliebe fĂŒr Audrey Hepburn, RĂŒschenblusen und High Heels. Sondern auch außergewöhnliche TrĂ€ume, die Sehnsucht nach GlĂŒck, ambitionierte PlĂ€ne und den Glauben an die unwiderrufliche Liebe. Und nicht zuletzt eine Vorliebe fĂŒr Perfektion, die nicht perfekt sein muss.

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Die Bilder wurden von meiner lieben Freundin NikĂš gemacht, bei dessen Youtube-Channel ihr unbedingt mal rein schauen solltet. Sie ist so ein wahnsinnig lieber und lebensfroher Mensch, es lohnt sich also!

Blouse – H&M / Skirt – NafNaf / Ballerinas – Primark / Trenchcoat  – Camaieu / Scarf – Vero Moda / Bag – Michael Kors / Watch – Fossil / Bracelets – Fossil, Tiffany&Co, from Brasil / Ring – Swarovski / Hairtie – Invisibobble

Girls Weekend

zzMein Wochenende hat mir bis jetzt sehr gut gefallen, denn es war voller Freundinnen, Sonne, gutem Essen, Kino und einer neuen Sucht. Nachdem ich gestern Vormittag fleißig in der Bibliothek gelernt habe – nĂ€chste Woche schreibe ich bereits meine erste Klausur – habe ich mich mit zwei lieben Freundinnen und leckerem Essen belohnt. Und hier habe ich einen Food-Tip fĂŒr euch: Bao’s! Hinter dem Namen verbergen sich chinesische HefeklĂ¶ĂŸe, die mit allem Beliebigen gefĂŒllt werden können. Ich habe mich fĂŒr die sĂŒĂŸen Varianten ‘Nutella Banana” und “Apfel Tarte” entschieden und auch wenn wir alle erst einmal von dem ungewohnten Aussehen abgeschreckt waren (warum ist der Bao mit Schweinefleisch rosa?!), kann ich sie wirklich weiter empfehlen. Ich bin total glĂŒcklich, dass ich mal wieder etwas Neues ausprobiert habe, und das auch noch in so einer wunderschöner Umgebung! Das “Zakka Bistro” in Lyon hat uns mit der großen Fensterfront, der liebevoll beschrifteten Tafelwand und der asiatisch angehauchten Dekoration wirklich sehr gut gefallen. Ich kam mir vor, als wĂŒrde ich in einem Tumblr-Post sitzen!

Danach wurde der MĂ€dels-Tag noch mit einem Besuch auf dem BĂŒcherflohmarkt und etwas Shopping abgeschlossen. Heute – hach, ich liebe Sonntage! – wurde der Tag aufgrund einer nahenden ErkĂ€ltung mit ganz viel frischem Ingwer-Honig-Zitronen-Tee vom Bett aus begrĂŒĂŸt. Trotzdem hatte ich beste Laune, denn ich habe eine “neue” Serie angefangen (also eigentlich ist sie schon recht alt und ich kannte sie auch schon, aber jetzt habe ich erst wieder angefangen, sie exzessiv zu schauen). Die Rede ist von “Dexter”, die bestimmt auch viele von euch kennen. Ein Psychopath als Hauptperson, viel Blut und kubanische Musik: ja, das gefĂ€llt mir. Nachdem ich heute noch mit einer lieben Freundin im Kino war, werde ich den Sonntag jetzt auch wieder beenden, wie ich ihn angefangen habe: Mit ganz viel Tee, Kerzen und “Dexter”:) Vorher seht ihr noch ein paar EindrĂŒcke von meinem Wochenende. Was habt ihr Schönes gemacht?

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Die Betrogene – Charlotte Link

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„Die Betrogene“ ist ein Buch, wie geschaffen fĂŒr den Herbst. Ein Buch, das dich an nichts Anderes mehr denken lĂ€sst. Egal wie spannend dein Leben sonst ist, du wirst dich wie magisch angezogen fĂŒhlen von diesen Seiten, die so unschuldig auf deinem Nachttisch liegen.

The Plot | Ein Ex-Polizist wird in seinem Haus ermordet, erstickt mit einer PlastiktĂŒte. Ein Ehepaar wird von der leiblichen Mutter und deren Freund ihres geliebten Adoptivkindes bedroht. Eine einsame Frau wird verfolgt und fĂŒhlt sich unter Druck gesetzt. Und die Ermittler der Londoner Polizei stehen vor ihren eigenen, sehr persönlichen AbgrĂŒnden. Selbst als ich bereits 3/4 des Buches gelesen hatte, wusste ich noch nicht, inwieweit all diese Geschichten miteinander verbunden waren. Mir war nur bewusst, dass mich die einzelnen HandlungsstrĂ€nge einfach nicht los lassen wollten. Ich habe nun mal ein Faible fĂŒr MordfĂ€lle im nebligen, tristen England. FĂŒr Geschichten ĂŒber Adoptivkinder. Und vor allem fĂŒr Charlotte Link.

The Author | Man kann sagen, was man will: Charlotte Link kann’s halt einfach. 27 veröffentlichte Romane – den Ersten mit 19! – fast alle davon Bestseller, viele davon erfolgreich verfilmt. Außerdem finde ich es cool, dass sie ganz in meiner NĂ€he wohnt, ich kenne sogar die Schule auf die sie ging. Trotz allem lese ich ihre BĂŒcher natĂŒrlich vor allem, weil sie einfach gut sind. Kompliziert konstruierte und deshalb fĂŒr mich sehr ansprechende Handlungen, lebendige Personen, die oft Fehltritte begehen und einsam sind, und die Schönheit und Melancholie Großbritanniens sind in ihren Werken immer wieder finden. Vor allem die Echtheit ihrer Personen – mit mehr Fehlern als guten Eigenschaften – ĂŒberrascht mich immer wieder. Außerdem – Nachdem ich jetzt schon so viele ihrer BĂŒcher gelesen habe, mĂŒsste ich sie eigentlich langsam kommen sehen: Diese wahnsinnigen Wendungen gegen Ende, die deine ganze Welt auf den Kopf stellen und dich fassungslos zurĂŒck lassen. Ich liebe es einfach!

Wenn du dich also mal wieder völlig in einer Geschichte verlieren willst und dich nach anhaltender Spannung fĂŒr diesen grauen Herbsthimmel sehnst, lies dieses Buch. Meine beiden anderen absoluten Favoriten von Charlotte Link heißen ĂŒbrigens „Die letzte Spur“ und „Das andere Kind“ (vor allem letzteres ist einfach so gut! Meiner Meinung nach ihr Bestes!). Ich wĂŒnsche euch einen schönen herbstlichen Donnerstag!

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Vorbereitungen fĂŒr ein Auslandssemster

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Noch vor einem Jahr hĂ€tte ich mir niemals vorstellen können, jetzt in Frankreich zu leben, und es war auch in keinster Weise geplant. Selbst heute habe ich noch das GefĂŒhl, dass ich irgendwie da hinein gerutscht bin und muss mich an manchen Tagen kneifen, um mich zu vergewissern, dass ich wirklich hier bin. Doch auch wenn ich mir das alles gar nicht vorstellen konnte und zwischendurch am Papierkram verzweifelt bin, so bin ich mittlerweile wirklich so so so froh, das alles durchgezogen zu haben, denn die Monate hier in Lyon sind einfach eine wunderschöne Zeit und Erfahrung. In den folgenden Zeilen beschreibe ich euch die Schritte, die ich fĂŒr ein Auslandssemester durchlaufen habe – vielleicht kann ich so dem ein oder anderen ja die Angst vor der Bewerbung nehmen.

Just do it! | Februar. Der erste Schritt ist selbstverstĂ€ndlich, sich nach einem Programm oder einer Agentur zu erkundigen, die in Zusammenarbeit mit deiner UniversitĂ€t den Auslandsaufenthalt organisiert. NatĂŒrlich kann man auch auf eigene Faust ein Auslandssemester in Angriff nehmen, aber in meinen Augen ist das wegen den ganzen administrativen Aufgaben fast unmöglich. Ich glaube, fast an jeder Uni werden solche Programme angeboten. In meinem Fall handelt es sich um das bekannte Programm ERASMUS. An meiner Uni kann man sich nur einmal im Jahr bewerben, es lohnt sich also, sich so frĂŒh wie möglich zu informieren! Wenn man dann die Bewerbungsvorraussetzungen und -Fristen herausgefunden hat, bewirb dich einfach! Wie ich bereits hier beschrieben hatte, sprachen bei mir so viele GrĂŒnde gegen das Einreichen einer Bewerbung: “Als Erstsemestler hast du eh keine Chance.” “Du bist mitten in der Klausuremphase, wie willst du denn jetzt noch das ganze Bewerbungsverfahren schaffen?”, und so weiter und so fort. Auch wenn ich kurz ĂŒberlegt hatte, tatsĂ€chlich meine fertig gestellten Bewerbungsunterlagen ĂŒberhaupt nicht abzugeben, tat ich es doch, und wurde wider aller Erwartungen genommen. Und heute bin ich so so so froh, dass ich mich doch noch dazu entschieden habe!

Die Bewerbung. Dieser Punkt ist so weit ich weiß bei jeder Uni unterschiedlich. In meinem Fall musste ich in einem ersten Schritt ein Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und ein Onlinebewerbungsverfahren in der jeweiligen Fremdsprache – in meinem Fall also französisch – abgeben. Auch wenn ihr das natĂŒrlich selbst schreiben solltet, schadet es nie, einen Muttersprachler der jeweiligen Sprache drĂŒber schauen zu lassen – LebenslĂ€ufe sind im französischen zum Beispiel anders herum aufgebaut als im Deutschen, was ich davor gar nicht wusste.

The next steps | MĂ€rz – Mai. Was fĂŒr eine wunderbare Mail – ich war angenommen worden! FĂŒr Lyon! Nachdem ich eine Runde weiter war, musste ich nun innerhalb einer Frist von ca. 2,5 Monaten durch ein weiteres Onlinebewerbungsverfahren. Außerdem musste ich mir einen Überblick darĂŒber verschaffen, was ich in dem betreffenden Semester in Deutschland fĂŒr Kurse belegen wĂŒrde und mir dazu die Ă€quivalenten Kurse an meiner französischen Uni heraus suchen. Diese Auswahl muss dann von den deutschen als auch den französischen Professoren fĂŒr in Ordnung befunden werden, und erst dann ist einem der Platz zu 100% sicher. Die Kursauswahl nennt man “Learning Agreement (LA)” und war wirklich der Punkt, der mich wochenlang in den Wahnsinn getrieben hat. Der Grund: Meine französische Uni hatte ĂŒberhaupt kein aktuelles Vorlesungsverzeichnis im Internet und wenn ich ein paar Kurse finden konnte, waren die ohne Beschreibung. Meine zustĂ€ndige Professorin konnte aber natĂŒrlich keine Kurse akzeptieren, von denen sie nicht wusste, was genau dort behandelt wird, und somit begannen wochenlange Emailkorrespondenzen mit Frankreich und zahlreiche Sprechstunden mit meiner Professorin, in denen ich mich relativ hilflos fĂŒhlte. Nach wochenlangen BemĂŒhungen unterschrieb sie dann endlich und ich war erleichtert, den schwierigsten Punkt abgehakt zu haben.

Together we are stronger. Meine Tipps, damit das mit dem LA besser funktioniert und man sich generell nicht so verloren fĂŒhlt: Auch wenn man an der schrecklichen Unorganisiertheit der Franzosen nichts Ă€ndern kann, so kann man sich wenigstens mit Mitleidenden zusammen tun. Frag deine ERASMUS-Koordinaten nach Namen oder Email-Adressen der Leute, die an dieselbe Uni wollen wie du. Besuche, falls dies angeboten wird, einen Vorbereitungskurs und knĂŒpf dort erste Kontakte. Ich habe dort zum Beispiel Menschen kennen gelernt, mit denen mich jetzt hier in Lyon eine wirklich enge Freundschaft verbindet und mit denen ich auch das LA gemeinsam durchgestanden habe. Zusammen ist man immer stĂ€rker!

Ask everything! Außerdem: Scheue dich niemals, alles zu fragen, was du nicht verstehst! Meine ERASMUS-Beauftragten sind in meinem Email-Programm glaube ich immer noch meine wichtigsten Kontakte, da mir alle paar Tage irgendwelche Dinge unterkamen, die ich nicht verstanden habe. Hab keine Angst, zu fragen – es ist schließlich ihr Job, dir zu helfen!

Get Shit done! | Mai – Juli. Nachdem diese administrativen Dinge endlich geschafft sind… genau, kommen noch mehr organisatorische Dinge auf dich zu. Einer der wichtigsten Dinge ist es nun, eine Wohnung zu finden. Das ist je nach Stadt natĂŒrlich unterschiedlich, aber generell ist es sehr schwer, etwas Gutes und Preiswertes zu finden. Daher solltest du hierfĂŒr genug Zeit einplanen. Auch andere Dinge gilt es zu klĂ€ren: Wenn ich zu Hause in einer Wohnung/WG wohne, kann ich einen Untermieter finden? Wie viel ĂŒbernimmt meine Haftpflicht- und Krankenversicherung im Ausland, brauche ich Zusatzversicherungen? Ich musste (schweren Herzens) meinen Nebenjob kĂŒndigen, die Zusatzversicherungen abschließen und den Wohnungsdeal festmachen.

Time to say Goodbye | August. Da das französische Semester bereits Anfang September beginnt, war es fĂŒr mich Ende August Zeit, fĂŒr 4,5 Monate zu packen und eine Abschiedsfeier mit all meinen Lieben zu genießen.

Almost done |  September. Endlich angekommen. Nach der ersten Nacht in meinem neuen Zuhause ist mir schon mal ein riesiger Stein vom Herz gefallen, denn schließlich war fast alles geschafft. Trotzdem sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass man sich trotzdem noch um einige Dinge kĂŒmmern muss. Auspacken, einrichten, sich mit den nĂ€chstgelegenen SupermĂ€rkten vertraut machen. Ein französisches Bankkonto und einen Handyvertrag einrichten. Sich eventuell um eine Hausratsversicherung und einen Antrag fĂŒr die französische WohngeldrĂŒckerstattung CAF kĂŒmmern. In der Uni seinen Stundenplan zusammen stellen und nicht vergessen, die endgĂŒltige Auswahl mit den Koordinatoren von Zuhause abzuklĂ€ren bzw. das LA zu aktualisieren. Außerdem muss man immer wieder Dokumente an seine Home-UniversitĂ€t schicken. Aber so abschreckend das jetzt auch alles klingt – danach ist es geschafft!

Auch wenn das jetzt alles sehr viel aussieht – lasst euch nicht entmutigen! Vergesst nicht, dass ihr fĂŒr all das fast ein Dreivierteljahr Zeit habt und – zumindest in der Theorie – immer einen Ansprechpartner. Wie gesagt hatte ich aufgrund nie endendem Papierkram darĂŒber nachgedacht, alles hinzuschmeißen, und jetzt bin ich so froh, doch durchgehalten zu haben. Ich bin jetzt seit 6 Wochen hier und fast fertig mit dem Papierkram – yes!!

Was ich noch einmal betonen möchte: Ich kann euch wirklich ans Herz legen, mit einer Organisation oder einem Programm ins Ausland zu gehen. Der ganze Papierkram ist ja so schon kompliziert genug, da möchte ich nicht wissen, wie es erst wĂ€re, wenn man ganz allein auf sich gestellt wĂ€re. Beim ERASMUS Programm hat man eigentlich sehr gute Chancen, irgendwann im Laufe seines Studiums einen Platz zu bekommen – man darf sogar mehrmals mit ERASMUS ins Ausland, was ich echt cool finde. Die Organisation ĂŒbernimmt die UniversitĂ€tsgebĂŒhren im Ausland und fördert den Studenten mit ca. 250-350 Euro im Monat, was natĂŒrlich eine riesige finanzielle Erleichterung ist.

Ich hoffe dem ein oder anderen einen Überblick ĂŒber die Vorbereitungen fĂŒr ein Auslandssemester geben oder ihn motivieren konnte, sich ebenfalls zu bewerben. Auch wenn es viel ist – wenn ich das geschafft habe, schafft ihr das auch!

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Sundays in Lyon

Sonntag. Die Seele baumeln lassen, raus in die Sonne gehen, Freunde auf einen Kaffee treffen. Die Ruhe genießen, Kraft fĂŒr eine neue Woche tanken. Hier seht ihr ein paar SonntagsaktivitĂ€ten, die ich in Lyon bis jetzt besonders genossen habe!

“Candy is childhood, the best and bright moments you wish could have lasted forever” | Sich in der schönsten Hommage an die Schokolade verlieren: einem riesigen Macaron essen. Schmeckt sogar noch besser, wenn es ein Geschenk ist! <3

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For all the booklovers | Der Traum eines jeden Buchliebhabers ist der „MarchĂ© au Bauquinistes“ direkt am Ufer der SaĂŽne. Ein Markt nur mit BĂŒchern, vorzugsweise alte französische Klassiker. Allein der Anblick der alten BĂŒcher und dazu im Hintergrund das glitzernder Wasser des Flusses ist wunderschön. Wir waren regelrecht verzĂŒckt!

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Best Bagels | Avocado, Aubergine, Salat, Tomate und ein Traum aus Mohn.. als wir in der Sonne saßen, die Bagels gegessen und unseren Trip nach Marseille geplant haben war ich wirklich rundum zufrieden!

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“You create your own calm” | Das „MusĂ©e des Beaux Arts” ist ebenfalls ein Platz, den man in Lyon besuchen sollte. Auch wenn ich es noch nicht in die Ausstellung geschafft habe, so habe ich mir immerhin schon den Innenhof angesehen. Mit einem kleinen Garten, BĂ€nken, Blumen und Rodin-Statuen hatte er in meinen Augen etwas sehr Ruhiges, Stilles, Erholsames an sich und hat mich außerdem sehr an den Place des Vosges in Paris erinnert – der Innenhof, in dem ich meinen ersten Macaron gegessen habe (hier).

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Coffee Dates are the best dates | Raus an die frische Luft, im Oktober mit nackten Armen in der Sonne sitzen, Freunde treffen, in einem Gewirr aus Deutsch, Englisch und Französisch miteinander sprechen… was fĂŒr ein wunderschöner Sonntag!

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KindheitstrĂ€ume | An einem Sonntagnachmittag haben wir mit unseren EinkĂ€ufen vom Markt den Parc TĂȘte d’Or besucht, der kaum einen Wunsch offen lĂ€sst. Neben einem See mit Tretbooten und Anglern gibt es riesige Wiesen fĂŒr Picknicker, verschiedene RosengĂ€rten, Retro-Kinderkarrussels mit Zuckerwatte und Musik, Ponyreiten, Cardfahren, und das Beste: einen Zoo mit Löwen, Panther, Zebras, Krokodilen, und Giraffen… Ich finde es total super, dass das von der Stadt kostenlos möglich gemacht wird und ich habe mir vorgenommen, noch viele sonnige Nachmittage dort zu verbringen. Unsere Quiches und Feigen vom Markt haben vor der Seekulisse jedenfalls wunderbar geschmeckt.

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Was unternehmt ihr am Wochenende am Liebsten? Ich wĂŒnsche euch noch einen schönen Sonntag!

Breakfast at Burberrys

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“Weißt du woran es bei dir fehlt, du armes Ding ohne Namen? Du hast Angst, du hast keine Courage! Du bist ein Kind das Angst hat, alles so zu nehmen wie es ist! Menschen verlieben sich nunmal! Menschen gehören zusammen, weil dass die einzige Möglichkeit ist, ein wenig glĂŒcklich zu werden!“

Wir befinden uns in New York, genauer gesagt im Film “Breakfast at Tiffanys”, schreiben das Jahr 1961 und werden Zeuge davon, wie Paul „Fred“ Varjak der jungen Holly Golightly die eben gehörten Worte an den Kopf wirft. Er ist enttĂ€uscht, dass sie sich nicht auf die Liebe einlassen kann und schleudert ihr schließlich den fĂŒr sie gekauften Verlobungsring entgegen. Was dann kommt, gilt als eine der romantischten Filmszenen allerzeiten: Der Kuss der Beiden im Regen, untermalt von „Moon River“. Als ich diese Szene zum ersten Mal sah, war dies der Moment, in dem ich mich in einen der wohl grĂ¶ĂŸten Modeklassiker verliebte: Den Trenchcoat.

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Jeden FrĂŒhling und Herbst aufs Neue sehe ich Frauen und MĂ€nner, die nur durch ihren Trenchcoat so ein elegantes und zeitloses Auftreten hinlegen. Daher stand auf meiner To-Do-Liste fĂŒr Lyon, mir einen dieser Klassiker zuzulegen -ich verbinde damit einfach den unwiderstehlichen Charme der idealen Französin.

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Der Erfinder und Meister in der Königsdisziplin des Trenchcoats kommt dagegen aus England: Das britische Traditionshaus Burberry, 1856 gegrĂŒndet von Thomas Burberry. Er entwickelte den festen und wasserabweisenden Stoff, aus dem Trenchcoats gemacht sind und revolutionierte damit die Modewelt. Das typische Aussehen – die doppelte Knopfreihe, die Schulterklappen -, das an eine MilitĂ€runiform erinnert, hat auch tatsĂ€chlich dort seinen Ursprung: Burberry entwarf die Klassiker fĂŒr England’s Offiziere im ersten Weltkrieg. Selbst seinen Namen verdankt er diesem Umstand: Trench heißt ĂŒbersetzt SchĂŒtzengraben.

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Sogar Amundsen, Scott und Shackleton trugen auf der ersten Antarktis-Expedition der Menschheit MĂ€ntel von Burberry. Und dann Audrey Hepburn in „Breakfast at Tiffanys“ – die damit den Mantel endgĂŒltig in die Oberliga der Fashionbranche brachte. Der Trenchcoat ist lĂ€ngst ein StĂŒck Geschichte, und das nicht nur in der Mode.

Doch das hat seinen Preis: Ein gutes Burberry-StĂŒck kostet zwischen 400 und 1700 Euro. Also ich fĂŒr meinen Teil bin auch schon sehr glĂŒcklich mit meiner deutlich preiswerteren Variante von Camaieu.

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Was ebenfalls typisch Burberry ist: die karierten Schals mit dem sogenannten „Burberry Check“-Muster. Auch da bin ich schon sehr zufrieden mit meinem Modell von H&M, das ihr auf den Bildern sehen könnt. Dunkelrot und Beige ist so eine elegante und klassische Kombination, aber trotzdem aufregend. Ich liebe es, dass man darin immer feminin und elegant aussieht und der Trenchcoat außerdem stets eine schöne Taille zaubert.

Holly Golightly kĂŒsst ihren Herzensmann. Beide in strömendem Regen, beide in Trenchcoats. In diesem Moment schreiben sie nicht nur ein StĂŒck Filmgeschichte, sondern ebenfalls ein StĂŒck Modegeschichte. Und ich spaziere mit meiner Freundin durch Lyon und bin glĂŒcklich darĂŒber, mich an diesem StĂŒck Modegeschichte erfreuen zu können.

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Die Fotos wurden ĂŒbrigens von meiner lieben Freundin NikĂš aufgenommen, die auch noch einen ganz tollen Youtube-Kanal hat (hier). Es lohnt sich wirklich, rein zu schauen! 🙂

Trenchcoat – Camaieu / Dress & Scarf – H&M / Bag – Michael Kors / Shoes – Made by  Heart / Hair ties – Invisibobble / Ring & Bracelets – Swarovski / Nail polish – Nailsinc Gel effect, color 501

How to write good Texts

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“We write to taste life twice – in the moment and in retrospect” Anais Nin

Ich liebe das Schreiben. Egal ob es meine eigenen Gedanken sind, ausgedachte Geschichten oder sogar kalte wissenschaftliche Fakten. Schreiben macht meinen Kopf frei und schenkt mir eine tiefe Ruhe, und wenn die Inspiration erst einmal da ist, könnte ich keine grĂ¶ĂŸere Freude empfinden. Tagebuch schreiben ist wie jeden Tag einen Liebesbrief an mein Leben verfassen: Ich zelebriere das Schreiben, denn es beflĂŒgelt mich, etwas mit meinen Worten zu erschaffen.

Ich weiß aber, dass es vielen anders geht und natĂŒrlich kenne auch ich das GefĂŒhl, dass man so viel zu sagen hat, aber einfach nicht weiß, wie man es in diesem Moment zu Papier bringen soll. Egal was ich schreibe – einen kreativen Text wie eine Kurzgeschichte, Essays fĂŒr die Uni oder Briefe – mittlerweile befolge ich immer eine bestimmte Struktur, die sich ĂŒber die Jahre so ergeben hat. Ich bin natĂŒrlich kein Profi, und fĂŒr Jeden funktioniert etwas Anderes, aber das hier sind meine Tips fĂŒr mehr Struktur und Freude am Schreiben.

A clean environment

  • Generell ist eine saubere ordentliche Umgebung mit frischer Luft immer besser, um sich zu konzentrieren. Auch wenn es schwer fĂ€llt: Kein Fernsehen oder Youtube-Videos im Hintergrund laufen lassen und das Handy am besten ganz weit weg legen.
  • Musik am besten nur leise laufen lassen. Es sollte Musik sein, die dich nicht zu sehr ablenkt. Im besten Fall trĂ€gt sie zur Stimmung deines Textes bei oder inspiriert dich durch gute Songtexte noch mehr.

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Collect thoughts, not things

  • Jeder, der schon mal einen Aufsatz schreiben musste, kennt diese Krise: Das leere Blatt starrt dich an, und obwohl du weißt, dass du jetzt unbedingt anfangen musst zu schreiben, kannst du es einfach nicht. Alle möglichen Ideen zum Thema: wie weggeblasen.
  • Deshalb: Lasse deine Gedanken im Voraus um das Thema kreisen! Die besten Ideen kommen mir auf Bahnfahrten, beim Spazieren gehen oder kurz vorm Einschlafen. Immer schön jeden Gedankenschnipsel aufschreiben! Meine Notizapp auf dem Handy quillt fast ĂŒber, und all diese spontanen Eingebungen zu sehen, macht mich glĂŒcklich.
  •  Wenn du erste Ideen hast, ist es am Besten, nochmal gezielt zu Brainstormen. In der Schule habe ich es immer gehasst, aber jetzt benutze ich Brainstorming und die dazugehörige Mindmaps öfter als gedacht: fĂŒr Geburtstagsgeschenke, wichtige Entscheidungen und das Schreiben.
  • Sammle also gezielt Gedanken oder GefĂŒhle, die dir konkret zu deinem Thema einfallen. Du kannst dich auch gern an einem Zitat orientieren. Schreib alles auf, und schau, wo du noch mehr findest. Beim kreativen Schreiben ist das mein liebster Punkt. Formulierungen, schöne Adjektive und Zitate aus der Luft zu sammeln und darĂŒber den Rest der Welt vergessen.

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Organize it

  •  Was ist dein Ziel? Überlege dir ein Fazit und eine Ausgangssituation. Beim kreativen Schreiben kann das natĂŒrlich auch erst im Schreibprozess entstehen, aber vor allem bei wissenschaftlichen Texten ist es meiner Meinung nach wichtig, ein klares Ziel zu haben.
  • Ordne deine Notizen. Bei einem Essay nach Thesen strukturieren, bei einer Erörterung logischerweise nach Pro und Contra und beim kreativen Schreiben sortierst du einfach was gut zusammen passt, was einen Spannungsbogen aufbaut etc. Es muss nicht unbedingt chronologisch aufgebaut werden, auch eine Anachronie kann sehr schön sein.
  • Formuliere deine Gedanken aus und fasse deine Notizen zu einzelnen Abschnitten zusammen. Dabei fange ich oft ganz in der Mitte an, denn die Grundordnung ist ja schon da.
  • Verbinde die Abschnitte, feile an Formulierungen, ĂŒberlege dir einen Titel. Meistens fĂ€llt mir in der Brainstormingphase ein Titel ein.

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Extra Tips

  • Immer eine Karaffe mit Leitungswasser und ein Glas auf dem Schreibtisch stehen haben. Ich habe immer das GefĂŒhl, dass mein Gehirn beim Lernen oder Schreiben ganz viel FlĂŒssigkeit braucht!
  • Leichtes Fingerfood wie Weintrauben, Himbeeren, Cocktailtomaten, NĂŒsse oder Schokolade finde ich toll zum zwischen drin snacken:)

Habt ihr euch auch bestimmte Strukturen angewöhnt, oder schreibt ihr einfach drauf los? Wenn ihr noch weitere Tipps habt, teilt sie gern in den Kommentaren!