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“We write to taste life twice – in the moment and in retrospect” Anais Nin

Ich liebe das Schreiben. Egal ob es meine eigenen Gedanken sind, ausgedachte Geschichten oder sogar kalte wissenschaftliche Fakten. Schreiben macht meinen Kopf frei und schenkt mir eine tiefe Ruhe, und wenn die Inspiration erst einmal da ist, könnte ich keine größere Freude empfinden. Tagebuch schreiben ist wie jeden Tag einen Liebesbrief an mein Leben verfassen: Ich zelebriere das Schreiben, denn es beflügelt mich, etwas mit meinen Worten zu erschaffen.

Ich weiß aber, dass es vielen anders geht und natürlich kenne auch ich das Gefühl, dass man so viel zu sagen hat, aber einfach nicht weiß, wie man es in diesem Moment zu Papier bringen soll. Egal was ich schreibe – einen kreativen Text wie eine Kurzgeschichte, Essays für die Uni oder Briefe – mittlerweile befolge ich immer eine bestimmte Struktur, die sich über die Jahre so ergeben hat. Ich bin natürlich kein Profi, und für Jeden funktioniert etwas Anderes, aber das hier sind meine Tips für mehr Struktur und Freude am Schreiben.

A clean environment

  • Generell ist eine saubere ordentliche Umgebung mit frischer Luft immer besser, um sich zu konzentrieren. Auch wenn es schwer fällt: Kein Fernsehen oder Youtube-Videos im Hintergrund laufen lassen und das Handy am besten ganz weit weg legen.
  • Musik am besten nur leise laufen lassen. Es sollte Musik sein, die dich nicht zu sehr ablenkt. Im besten Fall trägt sie zur Stimmung deines Textes bei oder inspiriert dich durch gute Songtexte noch mehr.

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Collect thoughts, not things

  • Jeder, der schon mal einen Aufsatz schreiben musste, kennt diese Krise: Das leere Blatt starrt dich an, und obwohl du weißt, dass du jetzt unbedingt anfangen musst zu schreiben, kannst du es einfach nicht. Alle möglichen Ideen zum Thema: wie weggeblasen.
  • Deshalb: Lasse deine Gedanken im Voraus um das Thema kreisen! Die besten Ideen kommen mir auf Bahnfahrten, beim Spazieren gehen oder kurz vorm Einschlafen. Immer schön jeden Gedankenschnipsel aufschreiben! Meine Notizapp auf dem Handy quillt fast über, und all diese spontanen Eingebungen zu sehen, macht mich glücklich.
  •  Wenn du erste Ideen hast, ist es am Besten, nochmal gezielt zu Brainstormen. In der Schule habe ich es immer gehasst, aber jetzt benutze ich Brainstorming und die dazugehörige Mindmaps öfter als gedacht: für Geburtstagsgeschenke, wichtige Entscheidungen und das Schreiben.
  • Sammle also gezielt Gedanken oder Gefühle, die dir konkret zu deinem Thema einfallen. Du kannst dich auch gern an einem Zitat orientieren. Schreib alles auf, und schau, wo du noch mehr findest. Beim kreativen Schreiben ist das mein liebster Punkt. Formulierungen, schöne Adjektive und Zitate aus der Luft zu sammeln und darüber den Rest der Welt vergessen.

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Organize it

  •  Was ist dein Ziel? Überlege dir ein Fazit und eine Ausgangssituation. Beim kreativen Schreiben kann das natürlich auch erst im Schreibprozess entstehen, aber vor allem bei wissenschaftlichen Texten ist es meiner Meinung nach wichtig, ein klares Ziel zu haben.
  • Ordne deine Notizen. Bei einem Essay nach Thesen strukturieren, bei einer Erörterung logischerweise nach Pro und Contra und beim kreativen Schreiben sortierst du einfach was gut zusammen passt, was einen Spannungsbogen aufbaut etc. Es muss nicht unbedingt chronologisch aufgebaut werden, auch eine Anachronie kann sehr schön sein.
  • Formuliere deine Gedanken aus und fasse deine Notizen zu einzelnen Abschnitten zusammen. Dabei fange ich oft ganz in der Mitte an, denn die Grundordnung ist ja schon da.
  • Verbinde die Abschnitte, feile an Formulierungen, überlege dir einen Titel. Meistens fällt mir in der Brainstormingphase ein Titel ein.

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Extra Tips

  • Immer eine Karaffe mit Leitungswasser und ein Glas auf dem Schreibtisch stehen haben. Ich habe immer das Gefühl, dass mein Gehirn beim Lernen oder Schreiben ganz viel Flüssigkeit braucht!
  • Leichtes Fingerfood wie Weintrauben, Himbeeren, Cocktailtomaten, Nüsse oder Schokolade finde ich toll zum zwischen drin snacken:)

Habt ihr euch auch bestimmte Strukturen angewöhnt, oder schreibt ihr einfach drauf los? Wenn ihr noch weitere Tipps habt, teilt sie gern in den Kommentaren!

2 comments on “How to write good Texts”

  1. Ich bin da in vielen Punkten anders als du. Das alles um mich herum aufgeräumt und sauber sein muss, hat absolute Priorität. Aber wenn ich schreibe, gibt es selten Brainstorming, Notizen o.ä. Ich schreibe meist drauf los und dann läuft es einfach. Auf “Kommando” schreiben geht nur selten. Meist sind es wirklich spontane Gedanken oder auch nur einzelne Wörter oder Bilder, die mich dann in den Schreibfluss bringen 😉
    LG

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