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Lange hat mich kein Thriller mehr so begeistert wie “Totengleich” von Tana French. Warum? Lest ihr hier!

Der Plot 

Die ehemalige Undercoveragentin Cassie Maddox wird von ihrem Boss zu einem Tatort gerufen und ist zunächst sehr verwundert, da sie schon seit Jahren nicht mehr in Mordfällen ermittelt. Als sie die Leiche zum ersten Mal sieht, ist ihr klar, wieso sie angerufen wurde: Sie gleicht ihr bis aufs Haar. Lexie Madison wurde in einer leer stehenden Hütte niedergestochen und ist selbst im Tod der erschrockenen Cassie wie aus dem Gesicht geschnitten. Dieser Umstand bringt Cassies Boss auf eine waghalsige Idee: Warum nicht allen Freunden und Angehörigen erzählen, dass Lexie den Angriff überlebt habe? Cassie soll in die Rolle der Toten schlüpfen und sie so gut spielen, dass sie schließlich den Mörder entlarvt. Zunächst fassungslos über so viel Leichtsinn, überdenkt Cassie die Idee und entscheidet sich trotz der großen Zweifel ihres Freundes für den gefährlichen Undercovereinsatz.

Lexie lebte mit ihren vier besten Freunden in einem alten Herrenhaus. Die vier Freunde rücken daher als Tatverdächtige an erste Stelle  – sie sind aber auch gleichzeitig die größte Gefahr, die Undercoveragentin zu entlarven. Es kommen immer weitere Enthüllungen ans Licht: Lexies Identität war nicht echt. Und sie war schwanger. Doch Cassie ist sich sicher, der Rolle gewachsen zu sein. Ihr altes Leben ablegen zu können, zu Lexie zu werden, und so den Mörder zu entlarven – auch wenn die Tatverdächtigen ihr schneller ans Herz wachsen, als sie für möglich gehalten hätte.

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5 beste Freunde, ein Haus und ein Geheimnis

Als Cassie ihre Identität endgültig abstreift, ist sie unendlich nervös. Sie könnte sich mit jedem kleinen Detail verraten, und einer der vier Tatverdächtigen – falls er der Mörder ist – könnte wissen, dass Lexie gar nicht mehr am Leben sein kann. Doch scheinbar geht alles gut. Cassie wird jeden Tag etwas weniger wachsam und genießt stattdessen eine Atmosphäre aus echtem Zusammenhalt, Geborgenheit und Zugehörigkeit. In dem alten Haus und der Natur, die um sie herum wuchert, lebt sie ein stimmungsvolles Leben, in das sie sich bald mehr verliebt, als in ihr eigenes. Während die Blicke der anderen verheißungsvoll auf ihr ruhen, tauchen immer neue Fragen auf. Wer war der Vater des Kindes? Wer ist in wen verliebt? Wer hat Lexie umgebracht? Und ist Cassie vielleicht schon längst aufgeflogen und schwebt in Lebensgefahr?

Die Wochen vergehen, und Cassie gerät immer tiefer in die Irrungen und Wirrungen ihrer falschen Identität. Außerdem möchte sie den Undercovereinsatz nicht beenden – da sie so etwas wie Liebe für ihre neugewonnen Freunde und das Leben in dem Herrenhaus empfindet. Nachdem die Freunde von einem Fremden attackiert werden, muss Cassie sich für eine Seite entscheiden…

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Die vier Freunde lieben sich bedingungslos 

Was soll ich sagen – ich habe die Lektüre von „Totengleich“ so unglaublich genossen. Nicht nur, dass der Plot unglaublich ausgefeilt ist und der Schreibstil genau richtig lyrisch angehaucht ist, damit ich mich in ein Buch verlieben kann, bin ich vor allem den Charakteren verfallen. Abby, Daniel, Rafe und Justin sind die Gründe, warum Cassie nicht mehr in ihr eigenes Leben zurück will, und stattdessen fast der Verlockung erliegt, ihr richtiges Leben hinter sich zu lassen.

Das besondere an Tana Frenchs Thriller ist zweifellos, dass es nicht um den Mord geht. Auch wenn er der Auslöser für das ganze Geschehen ist, wird er nicht großartig thematisiert – stattdessen geht es um die Stimmung zwischen den Hauptpersonen, um eine ganz besondere Dynamik, um Nuancen, die sich in den Stimmlagen der anderen verändern. Es geht um die Angst, nicht geliebt zu werden und um das Verbotene. Jeder Charakter erschien mir während der Lektüre – und auch jetzt noch – so unglaublich ausgereift zu sein, als handele es sich um reale Personen. Die vier Freunde lieben sich bedingungslos, haben sich gegenseitig verboten, von der Vergangenheit zu sprechen – und lösen sowohl in Cassie als auch im Leser das Gefühl aus, dazu gehören zu wollen.

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Das Buch zählt fast 800 Seiten – doch zu keiner Zeit empfand ich die Lektüre als langatmig oder gar langweilig. Tana French schafft es, kontinuierlich den Spannungsbogen zu steigern und ihn am Ende fast ins Unermessliche steigen zu lassen. Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel und ich bin sehr froh, dass ich noch andere Schätze der Autorin entdecken kann. Im Moment lese ich von ihr „Schattenstill“ – es geht um den Mord an einer ganzen Familie – und bin erneut begeistert. In Tana French habe ich eine neue Lieblingsautorin gefunden! Wer Thriller, großartige Geschichten und fesselnde Charaktere liebt, dem kann ich daher „Totengleich“ nur ans Herz legen!

6 comments on “Totengleich – Ich habe eine neue Lieblingsautorin!”

  1. Bei Krimis und Thriller bin ich super kritisch. In dem Genre hab ich echt schon so viel gelesen… neue Autoren haben es bei mir da mittlerweile echt schwer, da ich von deren Büchern oftmals enttäuscht war. Daher bin ich dann irgendwie nur noch bei den gleichen hängen geblieben…

    Vielen, vielen Dank für all deine lieben Worte und die großen Komplimente zu meinem Blog und den letzten Post im speziellen. So was zu lesen freut einen natürlich immer sehr. 🙂

    • Gerne liebe Christine!! 🙂 <3 Ich bin bei Thrillern auch sehr anspruchsvoll, aber Tana French hat mich wirklich überzeugt 🙂 :*

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