Kategorie: Allgemein

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Der Wecker klingelt, Stunden vor der Dämmerung. Im Schein meiner Nachttischlampe ziehe ich mich an. Zum Frühstück bestreue ich mein Toastbrot mit Glitzer, damit ich den ganzen Tag strahlen kann. Aber das ist nur Fassade. Mein Lächeln will mir heute nicht so recht gelingen, genauso wie gestern. Meine Gedanken schaffen es nicht, auszubrechen und ich fühle mich verloren, weil alles beim Alten ist, obwohl sich doch gleichzeitig alles geändert hat. Ich nehme die Tram, fahre der Dämmerung entgegen. Der lilane Himmel breitet seine Arme über der Rhône aus und nimmt Lyon in seine Arme.

Ich komme in der Uni an und gehe meinem Alltag nach. Die Treppe hoch, durch den Innenhof, Türklinke runter, rein in den Vorlesungssaal, die Wangen gerötet von der Kälte. Der Füller ist gezückt, ich bin bereit, und die Franzosen um mich herum packen eifrig ihre Laptops aus. Ich mag meine Kurse, ich habe schöne Pläne für den Nachmittag. Gerade deshalb kann ich mir nicht erklären, warum mich dieses dunkle Gefühl nicht verlässt. Wie meine persönliche Dämmerung umfängt es mich seit Tagen, und ich wünsche mir auch eine Umarmung vom Himmel. Gefangen in meinen Gedanken warte ich darauf, aus den dunklen Wolken fallen zu können. Ich liebe den Mond in diesen Tagen zu sehr, um die Sonne wahrzunehmen. Ein Kommilitone meldet sich und ich schrecke aus meinen Gedanken hoch. Bisher habe ich die Mehrheit der französischen Studenten eher als zurückhaltend kennen gelernt. Manche erscheinen mir gar kalt und abweisend. Aber es gibt immer ein Gegenteil.

Das Gegenteil – ein französischer Student – hat ein Problem mit seinem Deutsch, und deshalb helfe ich ihm. Daraus entwickelt sich ein langes Gespräch. Er erzählt viel aus seinem Privatleben, hat keine Angst, ganz offen zu sein. Er lacht die ganze Zeit zwischen seinen Sätzen, und kann allem etwas Positives abgewinnen. Während des Gesprächs gibt es einige Hinweise, die darauf hindeuten, dass es nicht immer nur einfache Zeiten gab. Und trotzdem – selbst während er davon spricht – ist da immer dieses Strahlen, dieses innere Leuchten, das ich wahrnehme, obwohl ich ihn kaum kenne. Er redet voller Begeisterung von den Dingen, für die er brennt. Seine Augen leuchten, wenn er von seinem kleinen Bruder spricht.

Nach unserer Unterhaltung bin ich erstaunt darüber, wie viel Lebensfreude ein Mensch ausstrahlen kann. Ich fühle mich beschwingt und inspiriert, fange an zu glitzern. Ich weiß jetzt, dass ich in Zukunft auch so ein Mensch sein will, der wildfremde Menschen zum Lächeln bringt. Der dem Mond einen Gute-Nacht-Kuss gibt und ihnen die Sonne zeigt. Ich will ein Gegenteil sein.

Warum lächeln wir? Weil wir glücklich sind. Und zwar jetzt. Diese Unterhaltung war der Schubs, den ich gebraucht habe. Ein Schubs in die richtige Richtung. Ein Abschied von der Melancholie. Die Dämmerung lässt mich los.

Und dann: ein breites Lächeln. Es ist echt.

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Bilder via Pinterest.

Instastories

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Instagram – von Manchen geliebt, von den Anderen gehasst. Auch wenn ich natürlich nicht verleugnen kann, dass Instagram mittlerweile oft mehr einer Werbeplattform als einem sozialen Netzwerk gleicht, so sehe ich ich die App trotzdem noch am liebsten als das, was sie einmal war: eine Plattform, um seine liebsten Fotos mit Anderen zu teilen. Oft erfährt man nicht viel über die Hintergründe eines Instagram-Fotos. Deshalb teile ich heute mit euch die Geschichten, die hinter 12 meiner liebsten Instagram-Bilder stehen – viel Spaß!

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Vor 37 Wochen | Die Nahaufnahme von diesen Zuckerherzen erinnert mich immer an einen Tag voller Erdbeerzuckerguss, Kokosraspeln und geschmolzener Schokolade. Meine beste Freundin und ich haben einen ganzen Nachmittag lang Cake Pops gebacken und verziert, laut im Radio mitgesungen, hoch philosophische Gespräche geführt, in meditativem Schweigen eben jene Herzen aufgeklebt und ebenso viel gelacht wie gegessen. Das war wirklich reinstes Soulfood, und ich rede nicht von den Cake Pops (obwohl die auch ziemlich gut waren).💞

Vor 93 Wochen | Ein Foto, das aussieht wie ein strahlender Sommertag in Miami, findet ihr nicht auch? Tatsächlich hat es eine gute Freundin in Frankfurt aufgenommen, als wir zu dritt über den eisernen Steg spazierten. Und es war Januar! Die erste Januar-Woche 2013 – und so unglaublich eisig kalt, dass überall weiße Atemwölkchen in der klaren blauen Luft hingen. In dem Moment, in dem wir vorbei kamen, warf ein alter Mann Brot in den Himmel, um die Möwen zu füttern. Ich habe nie wieder einen so kalten und gleichzeitig klaren Wintertag erlebt. Das Licht blendete in den Augen, aber nicht genug, als dass ich mir den Anblick der Möwen vor der Sonne hätte entgehen lassen.

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Vor 50 Wochen | Wir schreiben den 1. Dezember 2014, die Luft beginnt vor Kälte zu knistern. Meine Lieblingsplätzchen sind Zimtsterne und bei dem Anblick dieses Fotos wird mir ganz weh ums Herz, wenn ich daran denke, dass ich die Vorweihnachtszeit des letzten Jahres zu Hause verbracht habe und das das dieses Jahr anders sein wird.

Vor 46 Wochen | Eines Morgens schlägt man die Augen auf und alles ist weiß. Von Schnee bedeckt, so weich und dick, dass man seinen Augen kaum traut. Das, was wie ein Kindheitstraum klingt, ereignete sich letzten Winter tatsächlich, als meine Heimatstadt plötzlich über Nacht unter einer unglaublich dicken weißen Decke lag. Vor Freude und Glück taumelnd bin ich albern mit meiner Familie durch den Wald getanzt, und dabei ist dieses Foto entstanden. So ein schöner Moment! Ich weiß aber auch noch genau, wie klatschnass all meine Sachen nach unserem drei stündigen Schneespaziergang waren. Und wie gut die heiße Dusche und Schokolade  getan haben, die wir uns danach gegönnt haben!

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Vor 34 Wochen | März 2014, und ein Frankfurt-Spaziergang mit einer Freundin ist geplant. Die ganze Woche ist ungewöhnlich schönes Wetter, die Sonne strahlt, und es fühlt sich an, als wäre der Winter bald besiegt. Als wir uns treffen, kommt es, wie es kommen musste: Tiefer Nebel, Regen, kalter Wind. Nachdem wir uns ewig in der Jane-Austen-Abteilung des Hugendubels vergraben hatten(womit ich absolut kein Problem hatte), spazieren wir dann doch am Main entlang und landen völlig verfroren in der L’Osteria am Westhafen. Diese Pizza hat uns so gut über das Wetter hinweg getröstet, denn seht sie euch an: Sie ist ungefähr so groß wie ich!! Ich habe noch nicht mal diese Hälfte geschafft und dass ist mir vorher wirklich noch nie passiert haha.

Vor 36 Wochen | Meine kleine Schwester schreibt ihre erste Abiturprüfung!! Zur Belohnung und als kleine Überraschung gab es dieses Dessert, als sie nach Hause kam. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich bei der Zubereitung innerlich mitgelitten und mich an meine Prüfung, die genau ein Jahr vorher statt fand, erinnert habe.

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Vor 15 Wochen | Das Pommesbild ist tatsächlich das meistgelikete Bild auf meinem Account – wusste ich doch, dass sich ganz viele Pommeslover unter euch befinden! 🍟Die Pommes waren nach einem anstrengendem Shoppingvormittag in Amsterdam genau das richtige und wurden von uns in der Sonne auf einem Platz mit ganz vielen Touristen und Seifenblasen genossen.

Vor 15 Wochen | Im August diesen Jahres spazierte ich mit meiner besten Freundin durch die sonnigen Straßen Amsterdams. Während wir die Stadt erkundeten, hatte ich die ganze Zeit dieses kleine Etwas im Hinterkopf – denn eine Freundin hatte mir zuvor den Tipp eines coolen Armbandladens gegeben, den ich jetzt unbedingt finden wollte. Schließlich stellte sich heraus, dass die Armbänder in einem zuckersüßen und sehr persönlich gestalteten Frozen Yoghurt Shop verkauft wurden, und ich war so hingerissen von allem, dass ich 1. ca. eine halbe Stunde brauchte, um mich für eines zu entscheiden und 2. dann doch zwei mitnahm.

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Vor 43 Wochen | Ich habe diese Handtasche – die Jet Set Travel Tote von Michael Kors – so lange gewollt, und im Dezember letzten Jahres war sie dann endlich mein. Ich war ungelogen noch nie so verliebt in einen Gegenstand! Und ich habe selten so lang (jahrelang!) überlegt, ob ich mir etwas kaufen soll, oder nicht. Aber ich habe es bis jetzt nie bereut!

Vor 60 Wochen | Die Fotos dieses Outfits erinnern mich immer an einen wunderbaren Herbsttag mit meiner Schwester. Wir haben über neue Herbstsachen gesprochen, Bilder gemacht, Kerzen angezündet und Kitkatkuchen gebacken, kurz: den Herbstanfang richtig zelebriert. Der Herbst 2014 war wirklich so eine schöne Zeit! Umso mehr freue ich mich darüber, ab Weihnachten meine Familie wieder um mich zu haben. 💙

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Vor 11 Wochen | Ich habe hier ja auch schon mal darüber geschrieben, aber für die, die es noch nicht wussten: Bevor hier in Lyon mein Auslandssemester tatsächlich losging, absolvierte ich einen zweiwöchigen Vorbereitungskurs – und der war die Hölle. Anstrengend, überfordernd, und er ließ uns kaum Zeit, all’ die anderen Angelegenheiten zu regeln, die es in der ersten Zeit nun mal zu regeln gibt (Bankkonto, Handyvertrag, Stundenplan etc.). Während einer Mittagspause, in der ich völlig erschöpft von den letzten Tagen war und mir sehnlichst das Wochenende herbei sehnte, setzte ich mich mit meiner Freundin an die Rhône. Erst da fiel mir auf, wie schön eigentlich meine Umgebung war und das gab mir das Vertrauen, dass ich das alles schaffen würde und nach den zwei Wochen bestimmt auch dazu kommen würde, die Stadt wirklich zu genießen (und so kam es dann auch).

Vor einer Woche | Letzte Woche genoss ich ein Ballett in der Oper von Lyon, genauer gesagt die Vorstellung von „Carmen“ – und war hin und weg. Genauso begeistert wie von der Umsetzung des Stücks war ich allerdings von den wunderschönen Kronleuchtern und Wandverzierungen. So sehr, dass ich ungefähr 20.000 Fotos von ihnen schießen musste. Außerdem war ich insgeheim ganz scharf auf den Schokokuchen, der angeboten und in zuckersüßen Pappschalen verkauft wurde. Da ich aber als Studentin für die Karte nur 4 Euro gezahlt habe und ein Stück Kuchen 5 Euro gekostet hätte, habe ich darauf verzichtet – es kann ja auch nicht sein, dass der Snack für zwischendurch teurer ist als das ganze Kulturerlebnis! 🐵

Wenn ich eure Neugierde geweckt habe und ihr noch mehr Fotos sehen wollt, folgt mir doch gerne hier auf meinem Instagram-Account.

Things you should pack for a Semester Abroad to feel like Home

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Wenn man Packlisten schreibt – und ich schreibe immer Packlisten, sonst würde ich einfach mal alles vergessen – konzentriert man sich meist auf das Wesentliche. Zahnbürste, Bargeld, Ladekabel, Unterwäsche. Und wenn man in den Urlaub fährt, reicht das natürlich auch völlig aus. Aber in den ersten Tagen hier in meiner neuen Wohnung habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, einige Dinge dabei zu haben, um sich während längeren Aufenthalten wirklich zu Hause zu fühlen.

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Gemütliche Kleidung ist so wichtig, um sich wohl zu fühlen! Vor allem jetzt, wo es kälter wird, tragen kuschelige Pullover, dicke Socken und Hausschuhe extrem zum Wohlbefinden bei. Ohne meinen rosa Flauschebademantel, den ich jeden Morgen und Abend trage, könnte ich nicht leben!

Zumindest für Frankreich kann ich sagen: Sowohl Schreibwaren als auch Kosmetik sind hier so so viel teurer als in Deutschland. Es gibt hier noch nicht mal Drogerien wie DM & Co – verrückt, oder? Kosmetika kauft man entweder in Supermärkten oder in Apotheken – und dementsprechend sehen auch die Preise aus. Da ich das vorher gelesen hatte, habe ich mich bereits im Voraus mit meinen Alltags-Produkten eingedeckt und bin sehr froh, so viel Geld sparen zu können. Außerdem geben gewohnte Produkte ja auch ein Zuhause-Gefühl!

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Neben normalen Büchern – von denen ich gleich an die 20 Stück aus Deutschland mitgenommen habe, ups – hat sich ein klassisches Wörterbuch als so so wichtig erwiesen. Wer also ebenfalls ins Ausland geht, nehmt auf jeden Fall eins mit! Ich hätte es fast zu Hause gelassen, weil ich mir dachte: Ach, man nutzt dafür sowieso nur noch sein Handy.. Aber ohne mobiles Internet und Wlan steht man dann schön blöd da. Deshalb war ich in den ersten Internet-freien Wochen so dankbar für mein Wörterbuch!

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Deine Lieblingsserie und ein Laufwerk bzw. ein Laptop mit Laufwerk. Die ersten zwei Wochen hatten wir kein Wlan in der Wohnung und ich weiß noch genau, was für ein merkwürdiges Gefühl es in dieser Zeit war, allein in der Wohnung zu sein. Der Regen prasselte aufs Dach, jede Holzdiele im Haus knarzte im Wind und ich hatte weder Musik auf dem Laptop noch Handy (da ich sonst immer das gratis Spotify, höre, das ja nur mit Wlan funktioniert) und ohne Internet, Fernsehen oder Radio, hatte ich keine Chance, irgendein Hintergrundgeräusch zu erzeugen, damit ich mich nicht mehr so komisch fühlte. Gossip Girl war wirklich meine Rettung um mich an stummen Nachmittagen abzulenken und mich einfach mehr zu Hause fühlen zu lassen.

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Da ich in meinem Zimmer zwar einen Schrank, aber kein Regal habe, sind Boxen oder Schachteln zur Aufbewahrung von Schmuck, Kosmetik, und Uni-Sachen für mich ideal. Ein Zimmer sieht gleich viel ordentlicher und strukturierter aus, wenn die Sachen ordentlich in Boxen verstaut sind. Wenn diese dann noch hübsch aussehen, umso besser. Deshalb mag ich zum Beispiel die Verpackung von meinem Macbook sehr gern als Aufbewahrung für meine Uni-Unterlagen.

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So unwichtig es auch im ersten Moment erscheinen mag – vergesst nicht, ein bisschen Deko einzupacken! Mein Mädchenherz schlägt jeden Tag ein bisschen höher, wenn ich mich aufs Neue an Bilderrahmen, Duftkerzen, Fotos (die ich auf den Bildern mal anders herum hingelegt habe) und persönlichen Andenken erfreuen kann.

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Habt ihr auch bestimmte Dinge, die euch sofort an Zuhause erinnern? War jemand von euch schon mal für längere Zeit im Ausland, und wenn ja, was sind eure Tipps? Ich wünsche euch noch einen schönen Dienstagabend!

Feelings in November

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Ich weiß nicht, ob ihr dieses Gefühl kennt – dieses Gefühl, dass Zitate, über die ihr stolpert, in diesem Moment genau das wieder spiegeln, was ihr fühlt. So ging es mir sehr oft diesen Monat, und deshalb dachte ich, ich lasse euch diesen November ein wenig an meinem Innenleben teilhaben – anhand von Zitaten. Nichts berührt mehr, als Worte, findet ihr nicht auch?

“Missing you comes in waves. Tonight I’m drowning.”

“Admire someone else’s beauty without questioning your own.”

“I love sweatshirt season. Am I wearing a bra? Who knows. Am I wearing what I wore to bed underneath it? Maybe.”

“The idea of just wandering off to a Café with a notebook and writing and seeing where that takes me for a while is just bliss.” – J.K.Rowling

“We would be together and have our books and at night be warm in bed together with the windows open and the stars bright.” -Ernest Hemingway

“I want to sit on a rooftop with someone at 3am just looking at the stars.”

“Distance means so little if someone means so much.”

“‘I want to write a novel about silence’, he said, ‘the things people don’t say.”‘ – Virginia Woolf

“Autumn is the hardest season. The leaves are all falling, and they’re falling like
they’re falling in love with the ground.”  – Andrea Gibson

“Truth is, I miss you.”


Die Zitate stammen nicht von mir, sondern wurden aus Tumblr, Pinterest, Instagram, Postkarten und Zeitschriften zusammen gesammelt. Das Bild oben links aus der Collage via Tumblr, unten rechts via Pinterest und die anderen beiden sind von mir.

Stay focused. It’s the solution for a happy life!

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Bei der Fotografie verhält es sich ähnlich wie mit dem Leben. Du fühlst dich verloren. Wirst unsicher und haderst immer wieder mit den selben Themen in deinem Alltag. Doch dann fokussierst du, kommst ganz nah heran. Und die Schönheit des Moments offenbart sich. Du siehst plötzlich ganz klar und nimmst das wahr, was wichtig ist: Das, was du hast. Das, was dich erwartet. Und die Schönheit der Welt, in der wir leben.

Ich lerne immer wieder Menschen kennen, die unzufrieden und frustriert wegen Oberflächlichkeiten in ihrem Leben sind, und das macht mich zutiefst traurig. Innerhalb eines Tages kann der Mensch mit so schrecklich Vielem unglücklich sein. Bist du unzufrieden mit … deinem Körper? Er ist gesund, und allein dafür solltest du ihn lieben. Stell dir nur einmal vor, was Menschen mit einem kranken Körper für deinen geben würden, auch wenn er einige Kilo zu viel oder zu wenig wiegt oder nicht durchtrainiert ist oder was auch immer. Deinen Leistungen? Du wirst deinen Weg gehen, wenn du zuallererst an dich selbst glaubst. Deinem Beziehungsstatus? Deine Welt ist voller Liebe, du musst nur lernen wahr zu nehmen. Deinen ungemachten Zukunftsplänen? Vertraue auf deine Fähigkeiten, Leidenschaften und Chancen. Have a little faith in yourself!

Fang’ an, dich nur auf dich zu konzentrieren, was wichtig für dich ist, was dich glücklich macht. Hör’ auf, dich mit Menschen zu umgeben, die dir nicht gut tun und fang’ an, dir selbst zu vertrauen. Umgib’ dich stattdessen mit Zeit und Stille, dem Luxus unserer heutigen Zeit. Nimm’ dir Zeit für die Dinge, die du liebst. Probiere mindestens einmal die Woche etwas Neues aus. Vergiss deine Leidenschaften nicht, und entdecke immer wieder Neue. Hör’ auf, dir über unwichtige Dinge unnötige Gedanken zu machen. Erinnere dich immer daran, dass es nur darum geht, glücklich zu sein, im Moment zu leben. Wenn du in 50 Jahren auf dein Leben zurück schauen wirst, was wird zählen? An was wirst du dich erinnern, und bei welchen Dingen wirst du es bitter bereuen, so viel unnötige Energie und Gedanken rein gesteckt zu haben? Schöne Erinnerungen, positive Gedanken und Liebe werden das Einzige sein, was zählt. Fang heute an, mit diesen Gedanken im Herzen zu leben! Du wirst so viel verpassen, wenn du es nicht tust.

Auch ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, was wirklich zählt, und schaffe es nicht immer. Aber dann nehme ich meine Kamera, und fange an, zu fokussieren. Auf das was ich habe, auf das was mich erwartet. Und auf die Schönheit der Welt, in der ich lebe.

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Happiness is… #14

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… wunderschön goldene Herbsttage mit meiner Familie in Lyon zu genießen 🍂

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… wenn dich auf deinem Frühstücksteller bereits so wunderschön bunte Farben anlächeln. Heute gab es Vollkornbrot mit Avocado, Tomate mit Meersalz und eine Mango 🍊

IMG_5095… trying something new! Hier bei einer Eisdiele in der Altstadt von Lyon, die ich insgeheim den verrückten Eismacher getauft habe. Ich habe Lavendel probiert, und meine Schwester Ziegenkäse. Es war eine coole Erfahrung, aber was soll ich sagen.. Lavendel hat irgendwie giftig geschmeckt, so als ob man in ein Duftkissen beißen würde. Nächstes Mal bleibe ich wieder bei Bitterschokolade! 🍧🍦

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… Menschen im Oktober im Freibad schwimmen zu sehen! Bei 27 Grad ganzjähriger Wassertemperatur will ich auch unbedingt bald dorthin! Nur habe ich immer Angst mir davon eine Erkältung zu holen, wer kennt es auch?🐵

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… mit meiner Schwester French Toast & Pretty Little Liars an einem Sonntag Morgen genießen💘

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… das wunderschöne Lyon noch einmal mit ganz anderen Augen neu für sich zu entdecken🍁

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… die Crêpes des Himmels probieren! Vergesst Zucker und Zimt, hier kommen frische Feigen, Ziegenkäse, Pinienkerne, Honig und Kartoffeln (was die Kartoffeln da sollen habe ich nicht ganz verstanden..), denn das ist wirklich göttlich!🙌

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… meiner Mama einen innigen Wunsch von den Augen ablesen und endlich französische Eclairs essen 🍴

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… den wunderbaren Sonnenschein genießen, draußen am Flussufer Unisachen erledigen, spazieren gehen und dabei mit meinen Lieben telefonieren… nur noch 45 Tage to go!

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… french Toast im Bett.. again!💛

Heute bekomme ich bereits wieder Besuch von einer lieben Freundin aus Frankfurt und ich freue mich darauf, ein weiteres sonniges Wochenende genießen zu können. Habt eine schöne erste Novemberzeit!

October so far

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October, you have been so good to me! 💜 Der Monat neigt sich schon wieder dem Ende zu und wie kein anderer hat er mir dieses Jahr wieder einmal gezeigt, wie sehr es um die kleinen Dinge im Leben geht. Ich habe an Herbstabenden selbstgemachte Kürbis-Curry-Suppe und karamellisierte Äpfel genossen, bin kurz am Flussufer Fahrrad gefahren, war zum ersten Mal seit 2 Monaten Pizza essen, habe mit Freundinnen Apfelpfannkuchen mit Zimt und Zucker gemacht, ich war in Marseille, habe Mädelsabende mit Filmen oder Youtubevideos inklusive Panacotta und Kerzen genossen, habe mit Freundinnen bei wunderschönem Herbstwetter ein Boot gemietet und das Glitzern auf dem Wasser geliebt, bin in einer wunderbar großen Waffel mit Sahne und geschmolzener Bitterschokolade versunken und außerdem in Muffins mit flüssigem Schokoladenkern. 🍂 🍁

All diese kleinen Momente haben mir aufs Neue deutlich gemacht: “I think it’s important to find the little things in everyday life that make you happy.” – Paula Cole.

Diese Woche haben wir hier in Frankreich Ferien, und meine Familie nutzt diese Gelegenheit und besucht mich hier in Lyon. Ich freue mich schon so sehr darauf, ihr die Stadt zu zeigen und Lyon noch einmal mit ganz anderen Augen kennen zu lernen. Vor allem aber darauf, den Oktober mit vielen weiteren wunderbar kleinen und doch so besonderen Momenten ausklingen zu lassen. Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch!

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How to write good Texts

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“We write to taste life twice – in the moment and in retrospect” Anais Nin

Ich liebe das Schreiben. Egal ob es meine eigenen Gedanken sind, ausgedachte Geschichten oder sogar kalte wissenschaftliche Fakten. Schreiben macht meinen Kopf frei und schenkt mir eine tiefe Ruhe, und wenn die Inspiration erst einmal da ist, könnte ich keine größere Freude empfinden. Tagebuch schreiben ist wie jeden Tag einen Liebesbrief an mein Leben verfassen: Ich zelebriere das Schreiben, denn es beflügelt mich, etwas mit meinen Worten zu erschaffen.

Ich weiß aber, dass es vielen anders geht und natürlich kenne auch ich das Gefühl, dass man so viel zu sagen hat, aber einfach nicht weiß, wie man es in diesem Moment zu Papier bringen soll. Egal was ich schreibe – einen kreativen Text wie eine Kurzgeschichte, Essays für die Uni oder Briefe – mittlerweile befolge ich immer eine bestimmte Struktur, die sich über die Jahre so ergeben hat. Ich bin natürlich kein Profi, und für Jeden funktioniert etwas Anderes, aber das hier sind meine Tips für mehr Struktur und Freude am Schreiben.

A clean environment

  • Generell ist eine saubere ordentliche Umgebung mit frischer Luft immer besser, um sich zu konzentrieren. Auch wenn es schwer fällt: Kein Fernsehen oder Youtube-Videos im Hintergrund laufen lassen und das Handy am besten ganz weit weg legen.
  • Musik am besten nur leise laufen lassen. Es sollte Musik sein, die dich nicht zu sehr ablenkt. Im besten Fall trägt sie zur Stimmung deines Textes bei oder inspiriert dich durch gute Songtexte noch mehr.

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Collect thoughts, not things

  • Jeder, der schon mal einen Aufsatz schreiben musste, kennt diese Krise: Das leere Blatt starrt dich an, und obwohl du weißt, dass du jetzt unbedingt anfangen musst zu schreiben, kannst du es einfach nicht. Alle möglichen Ideen zum Thema: wie weggeblasen.
  • Deshalb: Lasse deine Gedanken im Voraus um das Thema kreisen! Die besten Ideen kommen mir auf Bahnfahrten, beim Spazieren gehen oder kurz vorm Einschlafen. Immer schön jeden Gedankenschnipsel aufschreiben! Meine Notizapp auf dem Handy quillt fast über, und all diese spontanen Eingebungen zu sehen, macht mich glücklich.
  •  Wenn du erste Ideen hast, ist es am Besten, nochmal gezielt zu Brainstormen. In der Schule habe ich es immer gehasst, aber jetzt benutze ich Brainstorming und die dazugehörige Mindmaps öfter als gedacht: für Geburtstagsgeschenke, wichtige Entscheidungen und das Schreiben.
  • Sammle also gezielt Gedanken oder Gefühle, die dir konkret zu deinem Thema einfallen. Du kannst dich auch gern an einem Zitat orientieren. Schreib alles auf, und schau, wo du noch mehr findest. Beim kreativen Schreiben ist das mein liebster Punkt. Formulierungen, schöne Adjektive und Zitate aus der Luft zu sammeln und darüber den Rest der Welt vergessen.

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Organize it

  •  Was ist dein Ziel? Überlege dir ein Fazit und eine Ausgangssituation. Beim kreativen Schreiben kann das natürlich auch erst im Schreibprozess entstehen, aber vor allem bei wissenschaftlichen Texten ist es meiner Meinung nach wichtig, ein klares Ziel zu haben.
  • Ordne deine Notizen. Bei einem Essay nach Thesen strukturieren, bei einer Erörterung logischerweise nach Pro und Contra und beim kreativen Schreiben sortierst du einfach was gut zusammen passt, was einen Spannungsbogen aufbaut etc. Es muss nicht unbedingt chronologisch aufgebaut werden, auch eine Anachronie kann sehr schön sein.
  • Formuliere deine Gedanken aus und fasse deine Notizen zu einzelnen Abschnitten zusammen. Dabei fange ich oft ganz in der Mitte an, denn die Grundordnung ist ja schon da.
  • Verbinde die Abschnitte, feile an Formulierungen, überlege dir einen Titel. Meistens fällt mir in der Brainstormingphase ein Titel ein.

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Extra Tips

  • Immer eine Karaffe mit Leitungswasser und ein Glas auf dem Schreibtisch stehen haben. Ich habe immer das Gefühl, dass mein Gehirn beim Lernen oder Schreiben ganz viel Flüssigkeit braucht!
  • Leichtes Fingerfood wie Weintrauben, Himbeeren, Cocktailtomaten, Nüsse oder Schokolade finde ich toll zum zwischen drin snacken:)

Habt ihr euch auch bestimmte Strukturen angewöhnt, oder schreibt ihr einfach drauf los? Wenn ihr noch weitere Tipps habt, teilt sie gern in den Kommentaren!

To Do List for October

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Hello October! Chapter 10 of 12… Ein neuer Monat beginnt und es ist Zeit, einen aufregenden, anstrengenden, wunderschönen September zu verabschieden und den Oktober willkommen zu heißen. Auch wenn ich mich hier in Frankreich ebenfalls in übergroße Pullover kuscheln und den Monat mit Tee und einem guten Buch begrüßen kann, weiß ich schon jetzt, dass mir hier einige Dinge fehlen werden, die ich wahnsinnig eng mit dieser Zeit des Jahres verbinde. Zum Beispiel den Kastanienbaum vor unserem Haus, der jetzt seinen schönsten Auftritt hat oder die Bücherei-Besuche und ausgiebigen Spaziergänge mit meiner Familie. Äpfel pflücken gehen, Mädelsgespräche bei ausgiebigen Feldspaziergängen… Aber auch ein paar andere Dinge, die hier nicht funktionieren: Apfelkuchen backen zum Beispiel (mangels Ofen – hach, ich weiß noch genau, wie ich letztes Jahr um diese Zeit mein Lieblingsrezept in Massen gebacken habe) oder auch ausgiebiges Baden am Abend mit ganz viel Schaum und Kerzen (mangels Badewanne). Generell war ich heute Morgen ganz erstaunt darüber, wie viel sich seit letztem Oktober verändert hat! Das Abitur lag erst so kurz zurück, und ich war sehr aufgeregt vor meinem ersten Semester und allen Veränderungen, die ein Studium so mit sich bringt. Nie hätte ich gedacht, dass ich jetzt, genau ein Jahr später,  in einem anderen Land leben und ein Auslandssemester machen würde!

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So schön es jetzt auch zu Hause wäre, hat Lyon natürlich auch im Herbst viel zu bieten, und deshalb habe ich mir ein paar Dinge vorgenommen, die ich im Oktober gern erleben würde.

To Do List for October

  • Eine heiße Schokolade trinken bei Bernachon (dem berühmtesten Chocolatier der Stadt)
  • französische Klassiker auf dem Marché des Bauquinistes kaufen – einem Flohmarkt für alte Bücher direkt am Flussufer
  • Eclairs essen
  • Mehr Postkarten schreiben
  • Kürbissuppe kochen
  • Mehr Coffee Dates mit Freunden
  • Das beheizte Freibad am Ufer der Rhône ausprobieren
  • Pizza bestellen für einen Filmmarathon (hab ich schon ewig lange nicht mehr gemacht)
  • Mit dem Fahrrad durch die Stadt und an den Flüssen entlang fahren
  • Kerzen anzünden und sich mit Joghurt, Zimt und Obst (frische Feigen!) im Bademantel ins Bett kuscheln
  • Für ein Wochenende nach Paris oder Marseille fahren (das wäre der Wahnsinn!)

Habt ihr euch auch schon etwas für den Herbst vorgenommen? Ich wünsche euch einen sonnigen und schönen ersten Oktobertag!

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Sunday’s + Blogumzug

Anhang 1Sonntage sind zum Loslassen da. Und heute ist endlich wieder ein Sonntag gekommen, an dem ich wirklich mal keine organisatorischen Dinge zu tun, keine Hausaufgaben zu erledigen hatte. Endlich habe ich das Gefühl, dass mein Stundenplan Gestalt annimmt und ich eine weitere kleine Hürde des neuen Semesters geschafft habe. Deshalb wurde heute richtig entspannt – mit einem Sonntagsspaziergang (bei dem ich über das städtische Inlinerwettrennen gestolpert bin – die sind schon verrückt, die Lyoneser), einem Homeworkout, ausgiebiger Mani- und Pediküre, Youtube-Videos beim gemütlichen Kochen, Tee und ein gutes Buch auf dem Sofa und schließlich Macarons mit Gossip Girl im Bett.

Gestern war meine Laune im Gegensatz zu heute nicht so gut, und das lag ausgerechnet an WordPress. Mich erreichte die Meldung, dass der Speicherplatz, den WordPress kostenlos zur Verfügung stellt, bei mir aufgebraucht sei und ich deshalb mit dem Blog umziehen müsse. Eine neue Domain, ein neuer Hoster und so weiter müssen her und ich war erst mal ziemlich verzweifelt – kenne ich mich doch mit diesen ganzen technischen Details überhaupt nicht aus. Mittlerweile habe ich allerdings einen Anbieter gefunden, der das Ganze übernehmen würde, was mich wirklich sehr erleichtert. Durch diese Meldung gestern habe ich noch einmal gemerkt, dass das Bloggen nicht länger nur ein Hobby, sondern wirklich eine Leidenschaft geworden ist und dass ich unglaublich unglücklich wäre, wenn ich das aufgeben müsste. Umso erleichterter war ich, als Rettung in Sicht war. Für euch ändert sich eigentlich überhaupt nichts, außer der Webadresse – im Moment tendiere ich ganz schlicht zu ‘www.alissaloves.de’. Wenn es so weit ist, erfahrt ihr es natürlich sofort. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend!