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Exciting News! Mein Auslandssemester

Ihr Lieben – bald wird sich etwas Bedeutendes in meinem Leben verändern. Ich werde umziehen, in ein anderes Land. In das Land der Liebe, der Macarons und Eclairs; genauer gesagt in die Stadt Lyon. Ich habe die Chance, dort mein drittes Semester als ein Auslandssemester zu absolvieren. Lyon ist nach Paris und Marseille die 3. größte Stadt Frankreichs und in nicht mal einer Woche werde ich dank einer glücklichen Fügung im Herzen der Stadt wohnen, zwischen den beiden Flüssen Saône und Rhône. Ich werde zum ersten Mal länger von zu Hause weg sein, mit fremden Menschen zusammen wohnen, auf einer fremden Sprache studieren, mich aus meinem vertrauten Umfeld heraus wagen. Ich freue mich schon so sehr, die Stadt mit meiner Freundin zu erkunden und, auch wenn es noch ein bisschen hin ist, jetzt schon auf das alljährliche Lichterfest, das im Dezember um meinen Geburtstag herum alle Gebäude in bunte Lichterspiele tauchen wird.

Aber erst mal – wie ist es dazu gekommen? An meiner Uni wurde Werbung gemacht, sich für ein Stipendienprogramm zu bewerben, mit dem man ins Ausland gehen kann. 10 Tage vor dem Einsendeschluss erfuhren meine Freundinnen und ich, dass man sich nur einmal im Jahr bewerben kann. Wir haben wirklich die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen – eine Online-Bewerbung, Lebenslauf, ein Motivationsschreiben auf (gutem!) französisch und und und… wie sollten wir das alles in 10 Tagen, ohne Plan und Ansprechpartner und mitten in der Prüfungsphase schaffen? Außerdem wurde mir so gut wie jedes Mal gesagt, dass ich als Erstsemester so gut wie gar keine Chance habe, genommen zu werden. Nachdem ich die Unterlagen in ein paar stressigen Tagen zusammen gestellt hatte, überlegte ich tatsächlich, sie überhaupt nicht abzugeben, da meine Chancen ja anscheinend sowieso aussichtslos waren. Einer Eingebung folgend gab ich sie doch ab… und erhielt erstaunlicherweise bereits im Februar die positive Nachricht: ich wurde sowohl in das Stipendienprogramm als auch an der französischen Universität aufgenommen. Jetzt ist dieses halbe Jahr der Vorbereitung so schnell umgegangen, und meine Reise steht so kurz bevor. Was lernen wir daraus? Immer alles versuchen, und sich nicht von anderen klein reden lassen. Immer an sich glauben und jede Chance wahrnehmen.

“Decide that you want it more than you are afraid of it” ist mein Mantra geworden für die vergangenen Monate. Da französische Unis anscheinend überhaupt nichts von Organisation oder so etwas wie Vorlesungsverzeichnissen halten, war das Zusammenstellen der Kurse für das Auslandssemester (ich musste das ungefähr im Mai abgeben) eine einzige Katastrophe und ich habe sogar manchmal überlegt, ob ich das Bewerbungsverfahren nicht einfach abbrechen soll, weil mich das alles so viel Zeit und Nerven gekostet hat. Das Wort “Learning Agreement!!!” (also meine Kurszusammenstellung und andere Dokumente, die man bis zu einer Frist in Frankreich einreichen musste, um den Platz endgültig zu bekommen), stand ungefähr 3 Monate mit 3 dicken Ausrufezeichen auf meinen To-Do-Listen. Und ich hasse es, wenn etwas so lange dort steht! Jetzt bin ich selbstverständlich froh, nicht aufgegeben zu haben.

Natürlich habe ich auch heute noch manchmal ein mulmiges Gefühl bei der Sache – Angst, dass ich meine BahnCard verliere oder in der Uni nichts verstehe oder dass die Bibliotheken dort keine deutsche Roman-Abteilung haben. Dass ich zu großes Heimweh haben werde. Außerdem flößt mir das Unigebäude schon auf Bildern (ihr seht es auf den Fotos links und rechts) großen Respekt und Ehrfurcht ein. Aber dafür ist es auch wunderschön, wie es da direkt am Flussufer liegt. Trotz allen Ängsten überwiegt die Vorfreude auf die vielen neuen Erfahrungen und das Datum meiner Abreise, auf das ich jetzt schon seit Februar gespannt warte. Ich würde mich freuen, wenn ihr mit auf die Reise kommt!

Bildquellen: Pinterest und folgende Seiten:  / https://de.wikipedia.org/wiki/Lyon / http://www.lilies-diary.com/lichterfest-in-lyon-winterdepression-adieu/  / http://www.uq.edu.au/uqabroad/universite-lumiere-lyon-2  / http://www.meilleures-licences.com/licence-economie/universite-lumiere-lyon-2-licence-sciences-economiques-et-gestion.html / http://goista.com/lyon-the-gastronomic-epicentre-of-france/

Sonnenanbeterin

IMG_8067„Ah, the smell of salt and sand. There is no elixir on this blessed earth like it.“ schießt es mir durch den Kopf, als wir nach dem Abendessen aus dem Speisesaal treten, direkt an den Strand. Nie hat ein Zitat besser gepasst, nie hat ein Atemzug sich besser angefühlt. Salz und Sand, Himmel und Meer.IMG_8102IMG_8076Große Träume für die Zukunft. Ich fühle mich, als würden sie nie vergehen. Ich will dran bleiben, an allem, was mich glücklich macht. Es ist so ein wahnsinnig gutes Gefühl, sich lebendig zu fühlen. Zitternd sauge ich das Leben ein, tanze dem Sonnenuntergang entgegen. So fühlt es sich also an, der Glut der Sonne zu nahe zu kommen. Intensiv. Atemberaubend. Vom Leben erfüllt. Meine Haut prickelt da, wo mich die Sonne berührt. Die Pinien beugen sich willig ihrer goldenen Königin und ein ganzer Tag blüht ein letztes Mal auf, bevor es dunkel wird. Segelboote und die Pinienbäume zeichnen sich gegen das matte Licht ab, während wir der Sonne hinterher laufen.IMG_8061IMG_8111IMG_8082Eine Gruppe schwimmt im Meer, und Flammen scheinen mit ihnen im Wasser zu tanzen. Lebendig. Das ist berauschendes, prickelndes Leben. Als wir uns an den Händen fassen, schaue ich in den Himmel. Die schwarzen Wolken haben einen goldenen Rand und mir wird klar, dass es im Leben so viel Besseres gibt als Perfektion. Mein Leben wird nie perfekt sein. Aber ich werde immer der Sonne hinterher laufen, mich ihr und meinen Träumen immer entgegen recken. Ich fühle mich, als hätte ich selten so klar gesehen. Wir sind jung. So vieles steht uns offen. Es wird zwar nichts so laufen, wie wir es uns vorgestellt haben, aber das ist in Ordnung. Und deswegen werden dunkle Wolken immer einen goldenen Rand haben, und ich die Sonne im Rücken. Sie wird immer da sein – was für eine Erkenntnis. Für immer mein. Der Himmel glüht ein letztes Mal rot, und dann hüllt er alles und Jeden in einen sanften, violetten Schimmer.

„You don’t need to explain your dreams. They belong to you.“ – Paulo CoelhoIMG_8103IMG_8074Dress – Zara / Shoes  – Deichmann / Watch – Fossil / Big Bracelet – Hipanema / Hair tie – Invisibobble

To feel free

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Ich schließe die Augen, schwimme blind. Vertraue. Vor allem mir selbst. Hinter meinen geschlossenen Lidern gleißt rotes Licht und der Wind peitscht mir das Wasser ins Gesicht, treibt mir die Tränen in die Augen. Ich tauche unter, schwerelos. Die Sonne auf meinem Scheitel verschwindet und nichts als Blau umgibt mich. Ich zähle. Das ist ein Tick von mir; immer wenn ich mich entspannen möchte, zähle ich. Meine Atemzüge, meine Schwimmbewegungen, die Sekunden. Ich genieße die Stunden, in denen niemand etwas von mir will, ich spreche nicht und höre niemandem zu außer mir selbst. Das Meer umfängt mich vollkommen. Alles ist gut.

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Das Wlan funktioniert hier in Kroatien auf meinem Handy nur schlecht, und ehrlich gesagt ist das eine Erleichterung. Ich schließe das Handy im Safe ein und als ich es 2 Tage später wieder heraus nehme, erreichen mich per Mail mehrere schlechte Neuigkeiten aus Deutschland, die mich richtig runter ziehen. Nie zuvor habe ich mein Handy, das Internet, das immer erreichbar sein so sehr gehasst. Wieso habe ich es nicht einfach ausgelassen? Von diesem Tag an meide ich den Safe mit unseren Wertsachen. Tagsüber am Meer, am Pool, sind meine Gedanken befreit. Kein Instagram, kein whats App, noch nicht mal Musik höre ich in dieser Woche. Erst abends, wenn wir nach einem wunderschönen Sonnenuntergang und einem Abendspaziergang in der wunderbaren Luft in unser Hotel Zimmer zurück kehren, wird mein Herz schwer, und ich muss schnell mein Buch weiter lesen, damit ich bloß nicht dran denke. Jeden Abend wiederholt sich das Spiel. Tagsüber schwelge ich im Glück, kann meine Dankbarkeit und die Schönheit des Ortes, an dem wir uns befinden, gar nicht in Worte fassen. Nachts dagegen verwandele ich in mein melodramatisches 16- jähriges Ich und zerfließe in Sorgen, in meiner Wut, bis 6 Uhr am Morgen. Mit der Besonderheit, dass das Meer jeden Morgen meine Sorgen hört und weg spült, sie auf meiner Luftmatratze davon trägt und mir neue Zuversicht schenkt.
Ich schließe die Augen, schwimme blind. Vertraue. Vor allem mir selbst.

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Ich schreibe diesen Text am Flughafen in Kroatien auf meinem Handy. Es ist jetzt wieder mein Verbündeter, nicht länger mein Feind. Es kann schließlich nichts für die Nachrichten. Ich kann das Salz noch auf der Haut schmecken, vom Meer, in dem ich vorhin noch gebadet habe. Trage mein Bikini Oberteil noch drunter, konnte mich noch nicht ganz verabschieden. Ich wünschte, ich könnte es für immer schmecken, riechen. Und dass es mir weiterhin alle Last von den Schultern nehmen könnte. Es ist schon fast zu einer Erinnerung verblasst. Und doch bin ich dankbar. Wir sind in der Luft, fliegen zurück nach Hause. Die Kraft des Meeres.. Sie hat mich aufgefangen. Ich weiß jetzt, dass ich irgendwie alles wieder in Ordnung bringen kann, wenn ich daran arbeite. Ich tauche auf, schwerelos.
Ich schließe die Augen, schwimme blind. Vertraue. Vor allem mir selbst. Das Meer umfängt mich vollkommen. Alles ist gut.

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10 Jahre

Anzeige – Dieser Beitrag entstand in liebevoller Zusammenarbeit mit Cewe Fotoservice.

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Ich bin eine leidenschaftliche Sammlerin – von schönen Verpackungen, von Büchern und von InStyles. Aber noch mehr von Tagebucheinträgen, Fotos und Momenten. Ich schreibe mir fast alles auf, und Jahrestage jeglicher Ereignisse meines Lebens werden liebevoll zelebriert. Als ich jedoch vor ein paar Wochen mit meiner besten Freundin Lebensmittel einkaufen fuhr, war ich plötzlich ganz überrascht. Wir hatten über alte Zeiten geredet, und plötzlich, zwischen dem Kauf eines Erdbeerbananen-Smoothies und Zartbitterschokolade traf es mich wie ein Blitz. Die Erkenntnis, wie lange wir eigentlich schon befreundet waren. Wir blickten zurück… auf 10 Jahre. 10! Das ist unser halbes Leben!

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Erinnerungen strömten auf uns ein, und auf dem Supermarktparkplatz überboten wir uns bereits mit den besten Geschichten. Wie wir zusammen Hobbies begannen und wieder aufgaben, Gartengeburtstage im Bikini mit selbstgemachten Cocktails und süßem Zuckerrand am Glas feierten, Instrumente gelernt und uns 1000 Geschenke gemacht haben. Du hast Überraschungspartys für mich organisiert. Gleich zwei Stück! Und mir so sehr geholfen, traurige Zeiten zu überstehen. London, Italien, deutsche Städte und Seen und eine kleine englische Küstenstadt – daran hängen unsere liebsten Erinnerungen.

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Wir haben beide die erste Liebe kennen gelernt, das Erwachsenwerden gekostet. Und immer darüber geredet. Ich wusste immer, was du denkst, kann deine Laune an den Pausen zwischen deinen Wörtern erkennen. So viele Wörter! Früher in kleinen Briefchen, die wir uns mitgegeben haben, dann in stundenlangen Telefonaten. Heute vergeht kein Tag, an dem ich dir nicht mindestens eine zehnminütige Spachnachricht auf Whats App schicke, und deine abhöre. Deine Stimme ist das beste Hörbuch der Welt.

Wir haben 10 Geburtstage miteinander gefeiert. 10 Mal Weihnachten und 10 Mal den Beginn der Sommerferien. Wir haben zusammen Abitur gemacht, Seite an Seite gelernt und geflucht und schließlich mit einem Frozen Joghurt und dem ersten Shopping Marathon seit 3 Monaten auf den Sieg angestoßen. Ich fühle mich so alt, wenn ich darauf zurück blicke, aber auf eine gute Art und Weise.

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All diese Momente verdienen es, an sie erinnert zu werden. Es gibt nichts Schöneres, als die besten Augenblicke so vieler Jahre in der Hand zu halten – und es ist so witzig, sie immer wieder anzuschauen und zusammen über unsere Frisuren in der 5. Klasse zu lachen. Für genau solche Anlässe – ‘Jahrestage’ oder Geburtstage – liebe ich Fotobücher, denn sie zeigen genau, wie viel die gemeinsame Zeit bedeutet. Hier habe ich bisher alle meine Bücher bestellt, auch das auf dem Foto. Es ist natürlich toll, dass die Anwendung super einfach ist, und trotzdem durch die Auswahl der Fotos und Details so viel Individualität zulässt. Außerdem finde ich es total schön, dass man so viele Hintergründe, Schriften und kleine Symbole einfügen kann – so ist Jedes fast wie selbst gebastelt und natürlich auch immer mit ganz viel Liebe gemacht. Und es gibt so viel Auswahl bei Fotobüchern! Nächstes Mal will ich unbedingt ein Hardcover ausprobieren. Gibt es ein besseres Geschenk für Lieblingsmenschen und die Familie? Ich glaube nicht – Jeder freut sich doch über ein Geschenk, in dem so viel Zeit, Mühe und Persönlichkeit steckt.

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Ein Geschenk ist es auch, dich mit so einer Überraschung glücklich zu machen. So schön bist du, von innen wie von außen. Manchmal wünschte ich, die Leute würden bei einer ersten Begegnung mit dir genau das in dir sehen, was ich schon so lange weiß. Was für eine gute Freundin du bist. Wie wahnsinnig viel Spaß man mit dir hat, und wie fabelhaft man mit dir Geschichte schreiben kann, und zwar die unseres Lebens.

All die Momente gesammelt, festgehalten, in einem Buch – wann immer du traurig bist, kannst du darin versinken, und du wirst sehen, was wir schon alles erlebt haben. Und was noch alles vor uns liegt!

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Wir strahlen und glänzen, wie in Gold getaucht

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Vor genau 364 Tagen feierte ich mit meinen Freunden und meiner Familie meinen Abiball. Und heute bin ich erneut auf einem eingeladen, in derselben Aula, mit denselben Menschen. Die Tatsache, dass meine Schwester heute ihr Abitur feiert, ruft viele Erinnerungen wach an die Zeit vor einem Jahr… Grund genug, wieder einmal durch alte Tagebücher zu blättern. “Die sanften Farben der Kleider verschwimmen. Chiffon und Seide flattern elfenhaft über den Parkplatz, ein stolzes Lächeln streift die Menschen, die mit mir die letzten Jahre gelitten haben. Da liegt so viel in den Blicken. Gemeinschaft, die Erinnerungen, die nur der eigene Jahrgang versteht. Der Wunsch, dass man irgendwie noch zusammen bleiben kann, obwohl man weiß, dass das nicht geht.

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Alles bricht auf, und die Welt, die wir für selbst verständlich hielten, tut sich auf. Es liegt an uns, ob wir uns verzweifelt festhalten, mit strahlenden Augen den nächsten Monaten entgegen gehen oder vor Entscheidungen fliehen. Wir werden nie zurückgehen in dieses graue Gebäude. Das kann Angst machen. Oder befreien! Denn jetzt kannst du wegfliegen – körperlich oder im Geiste – und nie wieder nach Hause zurückkommen. Luftballons steigen in den Himmel auf. Genug Wünsche für ein ganzes Leben zieren die Zettel. Was wünschst du dir? Diese Zeit kommt nie wieder. Ich will sie festhalten. Und doch schon so viel weiter sein.

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Dieser Ball bestätigt, was wir schon so lange wissen: wir haben uns weiter entwickelt, sind ein Stück weit erwachsen geworden. Wir sind aufgeblüht und spüren die stolzen Blicke unserer Familien auf unseren nackten Schulterblättern. Wie Könige und Königinnen stehen wir mit dem Zeugnis auf der Bühne, bereit, unser eigenes Imperium namens Leben aufzubauen. Die Menschen, mit denen wir jahrelang das Klassenzimmer geteilt haben – sie strahlen und glänzen, wie in Gold getaucht.

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Das Glück über einen gelungenen Abschied, über die geschaffte Etappe, über einen aufregenden Neuanfang steht allen ins Gesicht geschrieben. Die Wehmut verwischt Erinnerungen, verteilt Tränen. Aber das ist nicht schlimm, denn die geteilten Emotionen lassen uns diesen Moment wirklich erleben. Sie sind da, und sie sind alles. Lasst uns aufblühen!, jubilieren die Anderen, die zarten Kleider, die hellblauen Krawatten. Wir sind golden. Wir sind so erwachsen. Niemals kann ein Moment an diesen heran reichen.”

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Wenn ihr ebenfalls in nächster Zeit oder sogar heute euren Abiball oder einen anderen Abschluss feiert – genießt es. Dieser Abend wird einen ganz besonderen Platz in eurem Herzen einnehmen. Und seid nicht traurig über das Ende dieses Abschnitts eures Lebens. Seid viel mehr dankbar, dass ihr das alles erleben konntet. The best is yet to come. Daher denkt immer daran: es wird noch besser. Viel besser!

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Model – my Sister / Dress & Heels – Asos / Necklace – Karstadt

Unvollständig

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Jeder Mensch ist ein Mosaik aus seinen Eigenarten, Leidenschaften, Erinnerungen. Sie formen unsere Persönlichkeit, setzen sich an jedem Tag neu zusammen. Sie schmücken uns. Es geht immer um die Details, und zwar nicht nur beim Outfit. Ich bekomme zum Beispiel einen Kloß im Hals, wenn ich klassische Musik höre und vor Jahren war ich völlig besessen von der depressiven Dichterin Sylvia Plath. Diese Eigenarten finde ich an anderen Menschen oft sehr faszinierend. Deshalb lade ich euch heute ein, ein paar Splitter von meinem Mosaik besser kennen zu lernen.

Ich würde meinen Lieblingsschmuck und meine Tagebücher niemals hergeben.

Ein komischer Tick von mir ist es, bis 100 zu zählen, wenn ich nervös bin oder mich entspannen will. Oder auch beim Sport, wenn ich will, dass die Zeit schneller herum geht.

Ich bekomme Panik, wenn ich zu spät komme oder etwas Wichtiges vergessen habe.

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Meine liebste Figur aus Harry Potter waren ganz klar Hermine und Draco Malfoy. Mit der schüchternen Klassenbesten konnte ich immer sehr gut mitfühlen; bewundert habe ich sie für ihren bissigen Humor und ihren Mut. Draco bekommt ab dem 5. Band eine so wunderbar tragische Rolle in Harry’s Welt, dass ich ihn einfach lieben musste.

Meine erste eigene Wohnung würde ich mit ganz viel weiß einrichten, ein paar dunkelbraunen Möbeln, lavendelblauen Wänden und pastellfarbenen Akzenten.

Ich glaube, dass jemand über mich wacht und dass verstorbene Verwandte in besonderen Momenten stolz auf mich herunter lächeln.

Ich bin der Überzeugung, dass persönliches Glück ein Stück weit Einstellungssache ist.

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Ich bin süchtig nach dem Gefühl des Erschaffens bei einem kreativen Prozess, zum Beispiel beim Schreiben. Und nach Inspiration in Form von Zitaten, Gedichten und Liedern. Und nach Schokoladeneis und Erdbeersmoothies.

Ein besonderer Schatz in meinem Zimmer ist mein Schmuckkästchen, meine Zeitschriften&Nagellack-Sammlung und eine Kiste, die randvoll mit meinen Tagebüchern gefüllt ist.

Mein liebstes Kleidungsstück ist ein dunkelrotes Kleid von H&M und blau weiß gestreifte Slipper von Pull&Bear.

Meine Lieblingsstädte sind bis jetzt London, München und Barcelona.

Ich würde gern einmal wo anders wohnen. Und zwar am Meer, zum Beispiel in Norddeutschland. In Frankreich, wegen der wunderschönen Sprache. Oder in einem traumhaften Land wie Bali.

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Eine nervige Angewohnheit ist, dass ich mir zu viele Gedanken über alles mache. Ab und an ist das aber auch okay – denn manchmal schreibt mein Kopf ganz von allein Gedichte.

Mein größter Boys-Crush in jungen Teenager-Jahren: Der unsterblichste Gentleman von allen: Edward Cullen aus Twilight.

Ich hasse es, unlackierte Fingernägel zu haben. Zu vergessen, in meinen Kalender einzutragen. Missverständnisse.

Meine erste goße Leidenschaft entdeckte ich mit 6 Jahren, als ich meinen ersten ‘Roman’ schrieb. “Fiona, die Meerjungfrau” wurde von mir in stundenlanger Arbeit eingetippt, ausgedruckt, illustriert und an meine Familie verteilt.

Meine liebste Crime-Serie ist Criminal Minds, da sie die besten Charaktere und außerdem in jeder Folge fesselnde Fälle und wunderschöne Zitate hat. Gerade bin ich wieder ganz akut süchtig!

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Ich ekele mich vor Apfelmus, Crème Brulée, knackenden Gelenken und alten Klamotten.

Mein aktuelles und absolutes Lieblingslied heißt ‘Happy’, stammt von meiner Langzeit-Liebe Marina and the Diamonds und drückt Glück, Trauer und Hoffnung so gut aus, dass ich nicht weiß, wie sie das gemacht hat.

Ich bin im Himmel wenn ich eine Bücherei, Eisdiele oder die Goethe-Straße mit all den Luxusgeschäften betrete.

Das war ein Teil meines Mosaiks. Es schmückt mich und macht mich zu dem Menschen, der ich bin. Ich würde keinen einzelnen Splitter austauschen wollen, und ich hoffe, es kommen noch viele dazu. Ich will mich jeden Tag neu erfinden, ich will unvollständig bleiben. Das war mein Mosaik. Und was ist deins?

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Tshirt, Necklace – H&M / Big Bracelet – Hipanema / Small Bracelet – Tiffany&Co / Earrings – Sixx /

I’m vulnerable

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“It’s okay to say you’ve got a weak spot
You don’t always have to be on top
Better to be hated than loved, loved, loved
For what you’re not.” – “I am not a Robot” von Marina and the Diamonds

In der letzten Woche hatte ich viele Hoch- und Tiefpunkte. Jedes Mal wenn ich einen kleinen Tiefschlag hatte, sei es eine schlechte Note, ein kurzer Gedanke oder geplatzte Pläne, habe ich mich gleich gefühlt, als hätte ich versagt. Wie wir alle habe auch ich Angst davor, dass ich nicht genüge. Habe verborgene Zweifel, die ich erst vor mich herflüstere, wenn ich allein bin. Doch jedes Mal – und das habe ich diese Woche erneut gelernt – wenn jemand “Ich liebe dich”zu mir gesagt oder mich mit lieben Worten aufgebaut hat, konnte ich mich ein bisschen mehr öffnen. Wusste, dass ich etwas bedeute, unabhängig von meinen Leistungen.

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Jetzt weiß ich, dass diese verletzlichen und melancholischen Violinenklänge in meinem Leben es wert sind, gefühlt zu werden. Wie wir alle trage auch ich tiefe Wunden in mir, die mir ab und an Schmerzen bereitet. Meine Schwachstelle, meine Alpträume, meine innersten Ängste und geheimsten Sehnsüchte. Auch du willst dich vermutlich jeden Tag unbewusst schützen, und das verstehe ich. Gibst weniger preis als du könntest, um nicht verletzt zu werden. Aber kapsel dich nicht ab! Du verpasst so viel. Und ich sage dir gleich: Bereuen gehört dazu. Aber es ist besser, als gar nichts mehr zu fühlen.

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Lass es zu! Lass zu, dass dich deine Fehler von innen auffressen, und mach es beim nächsten Mal besser. Lass zu, dass du dich unsterblich in etwas verliebst (auch wenn es ein Paar Schuhe ist), denn nur so kannst du dem Leben mit Leidenschaft begegnen. Und genau das habe ich vor.

Ich will mich voll und ganz hingeben, eintauchen, meine Seele verschenken, dem Leben in seine unverschämt blauen Augen schauen. Mich fallen lassen in ein Bett aus blauen Kornblumen, ohne Angst vor Flecken, ohne doppelten Boden. Ich will Spuren hinterlassen auf der Welt, aber auf meine Weise; will Ja sagen und ausprobieren, will Blumenkränze flechten und wie eine Feder, so leicht, fliegen. Will meine Ideen auf der ganzen Welt versprühen wie Pusteblumensamen, und im nächsten Sommer die gelben Blüten ernten. Du wirst geliebt. Dieser Satz gibt mir, gibt uns, die Gewissheit, dass alles gut wird. Dass wir so sind, wie wir sind, weil wir so sind, wie wir sein sollen, und uns nicht beweisen müssen, um Liebe zu spüren. Ich lass’ mich fallen. Kann mich öffnen. Muss keine Angst haben, zu viel Preis zu geben. Denn ich werde geliebt.

Ich schreibe diesen Text, weil ich ab jetzt so leben will. Mit noch mehr echten Gefühlen und dem Eingeständnis, dass wir nicht perfekt sind und auch niemals sein werden. Aber wir werden geliebt. Deshalb möchte ich die Ja-Sagerin bleiben, die ich bin, denn zu leben, bedeutet nun mal, sich auf etwas einzulassen. Zu leben… bedeutet verletzlich zu sein.

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Top – Bershka / Jeans – Review / Cardigan – Zara / Bag – H&M / Sunglasses – New Yorker / Watch – Fossil / Hair tie – Invisibobble / Necklace – Fossil / Shoes – Birkenstock

Sunset Moments

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In den letzten Wochen hatte ich oft das Gefühl, in einem Tief gefangen zu sein. Es war eine stressige Zeit voller Fristen und Pflichten, in der ich immer gedacht habe, nächste Woche wird es besser. Nach einem Tag voller Arbeit, Uni und Hausaufgaben sehnte ich mich nur danach, die Seele baumeln zu lassen. Nicht über Zeitmanagement nachdenken zu müssen und einzigartige Momente zu erleben. Und ich dachte mir: Wenn ich erst meine To Do Liste abgearbeitet habe, dann kann ich mich belohnen und endlich all die schönen Dinge machen. Aber wenn die Liste immer nur länger wird, dann funktioniert das einfach nicht. Dann vergisst du über deinen Pflichten zu leben.

Den Moment der Einsicht brachte schließlich ein Gespräch mit meinem Freund. Ich war wieder den ganzen Tag nervlich am Ende gewesen und saß mit rot verheulten Augen am Schreibtisch. Und er fragte mich: Warum bist du so unglücklich? Warum lackierst du dir nicht mehr die Nägel, warum schaust du keine Serien mehr und warum liest du deine Bücher nicht mehr fertig? Meine Antwort: Ich habe keine Zeit. Ich muss erst das Dossier abgeben. Und dann das fertig machen. Und das und das.. Woraufhin er mir Gossip Girl mit einem Abendessen und danach ausgiebiger Maniküre verordnete. Es war das erste Mal seit Wochen, dass ich mir bewusst Zeit für mich selbst genommen hatte- Und ich war wie vor den Kopf gestoßen. Ich, die normalerweise so viel Freude in den kleinen Dingen und Momenten findet, hatte ganz vergessen, diese Momente auch auszukosten. Ich war darüber todunglücklich geworden und hatte es noch nicht einmal bemerkt.

Diese Erkenntnis ist jetzt auch schon wieder einige Wochen her, doch so schnell werde ich sie nicht vergessen. Mir wird ganz schwer ums Herz, wenn ich daran denke, wie viel ich in dieser Zeit verpasst habe. Heute sind die Wochentage nicht weniger stressig, doch ich höre wieder auf mich selbst und achte darauf, dass es mir körperlich und seelisch gut geht. Vor allem am Wochenende versuche ich dann, eine tolle Zeit zu erleben, denn nach den vollgepackten Tagen weiß ich die freie Zeit umso mehr zu schätzen.

Wie in den letzten Wochenenden, dessen Ausschnitte ihr auf den Bildern festgehalten seht. Ich bin bei Picknicken am See in gemeinsame Euphorie mit eingefallen, habe Geburtstage gefeiert. Ich war lange schwimmen, habe Blumensträuße gekauft und den Muttertag mit meinen Lieben beim Inder gefeiert: das erste Mal Mango Lassi (eine Offenbarung!) und ein toller Tag. Ich bin mit Freunden um ein Uhr nachts zu McDonalds gefahren, weil wir Lust auf Eis hatten und erst gestern war ich auf einem wunderschönen Lichterfest mit hunderten Lampions und Teelichtern. Ich habe Bücher gelesen, wenn mir danach war, und bei Mike’s Tod in Desperate Housewives hemmungslos geschluchzt. Mein neues Ziel: Mir jedes Wochenende etwas besonders Schönes und Großes vorzunehmen, etwas, das mich glücklich macht. Die letzte Zeit hat gezeigt, dass jedes Wochenende das Zeug dazu hat, unvergesslich zu werden. Und das die Momente, die daraus resultieren, jede Wunde heilen können.

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Anhang 1(4)

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Anhang 1(3)

“Oh Sunday”, “A Sunday well spent brings a week of content” und “#Weekend” Bilder via Pinterest

Sunbeams, Mini Donuts & The First Week

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Die erste Woche meines zweiten Semesters ist bereits vergangen. Es fühlte sich gut an, wieder auf dem Campus zu sein. Aufregend und doch bereits merkwürdig vertraut. Alte Sitznachbarn und Freunde, neue Gesichter; Obstschüsseln zum Frühstück auf der Dachterrasse und die obligatorische heiße Brezel auf dem Weg zur Bahn. Ich freue mich, etwas Neues zu beginnen und den Sommer auf dem Campus tanzen zu sehen. Die Menschen liegen auf ihren Jacken im langen Gras; der ganze Campus ist bevölkert von Freistundenpicknickern und Sonnenanbetern. Weiße Jeans, Streifenshirt und dunkelblaue Schleifen-Ballerinas werden zu meiner Sommeruniform, die Sonnenbrille liegt immer griffbereit. Ich gehe rein, und höre mir an, was meine Professoren zu sagen haben. Jetzt werden wieder Unsummen für Bücher ausgegeben, die Bleistifte liegen gespitzt auf dem Tisch. Dieses Semester werde ich Alt- & Mittelhochdeutsch lernen, eine Sprache, bei der ich mir nur schwer das Lachen verkneifen kann. Greogorius, der arme Heinrich und Iwein aus meinen Lehrbüchern winken mir zu, als ich mit den Andern das Gebäude verlasse. Der Duft von Sonnencreme und Minidonuts liegt in der Luft: Ein Mainufer-Picknick mit Sonnenschein und der ersten Wassermelone des Jahres mit meinen Liebsten rundet die Woche ab. Und trotz all der Hürden, die ich bereits auf mich zukommen sehe – Essays, die neue Sprache, Hausarbeiten und Klausuren; bin ich froh, wieder hier zu sein. Ich bin hier richtig, hier gehöre ich hin. Und dieser Gedanke macht mich glücklicher, als ich je geahnt hätte.

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Anhang 2(1)

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Anhang 1(1)

Festhalten

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“Wisst ihr, was ich mir manchmal vorstelle? Dass man so eine schöne Zeit einfach in ein Marmeladenglas stecken könnte. Und wenn man unglücklich ist, dreht man einfach den Deckel auf und schnuppert ein bisschen daran.”
– Die Wilden Hühner


Festhalten, krampfhaft. Diese Momente –
Wenn mein Freund und ich in Lachen ausbrechen und wir uns gar nicht wieder Einkriegen, weil wir verrückte Wetten gegeneinander gewinnen und Federballduelle im Garten austragen.
Wenn ich mit Freundinnen alte Rituale aufleben lasse und so glücklich bin, dass ich diese Menschen in meinem Leben habe. Wenn uns 1000 glitzernde Sonnen auf unsere Beine scheinen, während wir träge am Pool liegen und selbstgemachte Cocktails trinken, über das Leben und uns selbst in 10 Jahre fantasieren.
In den letzten Tagen ist mir vermehrt ein Gedanke gekommen: es geht mir gut. Wirklich gut, eigentlich sogar fabelhaft. Immer hatte ich in den letzten Jahren jemand, der ich lieber sein wollte, zu dem ich aufgeschaut habe. Eine verbesserte Version von mir selbst. Die längst nicht perfekt ist! Aber glücklich. Früher wollte ich eine ganze Menge sein, das ich nicht war.
Auch jetzt ist nicht alles perfekt. Aber insgesamt habe ich einen großen Hunger aufs Leben, und ich freue mich schon so sehr auf die Abenteuer, die noch kommen werden. Ich freue mich auf Konfetti und geflüsterte Erinnerungen im Morgengrauen. Auf alte Bücher und druckfrische Instyles, die ich mir an mein Herz drücken kann. Was sonst noch kommt? Ich lasse mich überraschen.
Ich war einmal mit Freundinnen im ersten “Wilde Hühner” Film im Kino. Eine der Hauptpersonen hat etwas gesagt, das ich nie vergessen habe: dass sie diesen Moment des Glücks einfangen und in ein Marmeladenglas stecken will für später, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Diese Metapher ist bestimmt nicht neu, aber seitdem ich diese Vorstellung von den Marmeladengläsern voller Glück damals im dunklen Kinosaal mit glänzenden Augen in mich aufgesaugt habe, habe ich mir so oft gewünscht, ich könnte das auch machen.
Und ich habe es gemacht. Über Jahre hinweg, unermüdlich. Habe gesammelt, Verschlüsse zugeschraubt, mal traurig, mal freudentaumelnd. Gläser beschriftet und kategorisiert. Fotos geschossen, Texte geschrieben, Augen geschlossen,Tagebücher gefüllt, damit auch ja nichts verloren geht von dieser wunderbaren Welt.
Und momentan bin ich so erleichtert, dass ich fast platze vor all den Marmeladengläsern.
Jetzt bleibt nur noch die Angst. Die Angst vor der einen Krankheit, dem Unfall, der alles zerstören könnte. Alles weg, zurück bleiben nur Glassplitter, die in der Sonne glitzern.
Festhalten ist alles, was ich tun kann. Diese Momente bereits schmerzlich vermissen, während sie noch passieren und die glücklichen Tage in Ehren halten, während ich sie erlebe. Dieser Blog ist eine Art, dies zu tun. Eine Art des Festhaltens. Danke, dass ihr ihn mit mir teilt. <3

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