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My Plans for Summer + Life Update

Ich sitze hier gerade an meinem Schreibtisch und bin seit Stunden am Lernen, es ist Montag Nacht, halb eins, und ich sitze gebeugt über meinen Notizen, höre ‘Eyes Shut’ von Years & Years und fülle seitenweise Blätter mit blauer Tinte. Und obwohl ich mich über die Maßen erschöpft fühle und müde bin und gerade nicht genau weiß, wie viel ich noch lernen muss, um morgen zu bestehen, muss ich plötzlich ganz breit grinsen.

Diese Momente, in denen du lauthals und stundenlang beim Lernen dieselben Lieder mitsingst, zeigen mir, dass trotz dem ganzen Stress alles gut ist. Diese Mails, mit denen sich neue Chancen auftun, zeigen mir, was die Zukunft noch alles für mich bereit hält. Ich schaue auf die leeren Teetassen und zerstreuten Zettel um mich herum und weiß, dass ich das hier alles mache, weil ich ein Ziel habe. Dass ich mich jetzt noch einmal vier Tage lang richtig anstrengen und mein Bestes geben werde, und dass dann als Belohnung die süße Freiheit lockt. Und auch wenn ich mich seit Tagen beklage – über das (Regen-)Wetter und meine Haare und nicht zu vergessen das Lernen, merke ich heute abend wieder einmal, wie gut es mir eigentlich geht. Ich habe so wundervolle Menschen, die diesen ganzen Weg mit mir gehen, die mich jeden Tag unterstützen, mit mir lachen und leiden und Pläne schmieden. Und ich habe ein Ziel vor Augen, für das ich kämpfe. Mein Herz ist voll von Leidenschaften und Träumen und so vielen Worten und Liedern, dass es fast übersprudelt.

Und apropos Pläne: heute in einer Woche werde ich unter der kroatischen Sonne liegen und somit die süße Freiheit aka die ersten Tage der Semesterferien mit offenen Armen begrüßen. Mein Freund und ich werden den Süden Kroatiens besuchen, worauf ich mich schon so unendlich sehr freue. Das Meer endlich wieder begrüßen, unter der Sonne entspannen, große Städte, kleine Inseln und das Land zusammen mit einem Mietauto erkunden – ich glaube, das wird fabelhaft. Danach habe ich das Glück, auch mit meiner besten Freundin noch einen unschlagbar tollen Deal gefunden zu haben, bei dessen Gedanken mir das Herz voll mit Freude läuft. 4 Tage Amsterdam – und somit eine weitere Stadt, die ich noch nie besucht habe – erwarten uns mit Shopping, Kanälen, bunten Häusern und Kaffee Häusern. Anschließend werde ich ein paar Tage mit meiner Familie an einem deutschen See verbringen; in einem roten Holzhäuschen, also ist es quasi fast schon Schweden. Und auch für diese Möglichkeit bin ich unendlich dankbar. Die Zeit mit unseren Liebsten ist es schließlich, die zählt.

Der Sommer zittert unter meinen Fingernägeln, und brennt nur so darauf, in vollen Zügen genossen zu werden. Und ich spüre schon jetzt, dass er ganz fantastisch werden wird. So. Eigentlich will ich im Moment ja jede Minute nutzen, um noch zu lernen. Aber ich bin gerade überraschenderweise so glücklich, dass das alles einfach so aus mir heraus gesprudelt ist. Jetzt muss ich nur noch die Klausuren überstehen, um mich im Himmel wieder zu finden. Morgen stehen gleich zwei an – wünscht mir Glück!

Wenn ihr an mehr solchen Lifestyle Updates interessiert seid, folgt mir gern hier auf Instagram – dort erfahrt ihr immer als erstes, was ich gerade mache. Ich hoffe ihr habt auch schon schöne Pläne für den Sommer und jetzt schlaft gut! <3

Pictures of the second collage via Pinterest

First Week of June

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Nach einem Himbeermilchshake in der Sonne hatte ich tatsächlich die Gewissheit: wir haben Juni. Die Hälfte des Jahres ist fast um. Der Sommer ist da! Wie bereits in den letzten Wochen lief auch diese und die letzte Woche wie üblich ab: Am (langen) Wochenende bin ich in allerbester Ferienstimmung, unternehme viele schöne Dinge, genieße die freie Zeit und den freien Kopf in vollen Zügen. Unter der Woche dagegen stehe ich dauerhaft unter Strom, arbeite meine Hausaufgaben ab und stecke meine ganze Energie in die Uni. Im Gegensatz zu von vor ein paar Wochen habe ich jetzt allerdings auch (meistens) Spaß daran und bin sehr motiviert, in meinen Klausuren gut abzuschneiden. Kennt ihr dieses permanente schlechte Gewissen, wenn man weiß, wie viel man noch zu lernen vor sich hat und trotzdem nichts dafür tut? Ich hasse das! Deshalb hieß es in den letzten zwei Wochen endlich: “Das Geheimnis des Erfolgs ist anzufangen.” – Mark Twain. Und zwar habe ich mir jetzt endlich angewöhnt, jede Veranstaltung gewissenhaft nachzuarbeiten und den ganzen Stoff noch einmal durch zu gehen. Das ist zwar arbeitsaufwendig, aber dafür lerne ich ganz nebenbei schon mal die wichtigsten Infos und bin viel motivierter, auch am Ball zu bleiben. Und für das Urlaubs- und Sommerfeeling? Gibt es ja das Wochenende! Auf den folgenden Bildern seht ihr, was ich sonst noch so getrieben habe.

Erbeer-Rharbarber-Kuchen und Wassermelonen-Frühstück mit einer lieben Freundin im Garten – oh yes! Ich bin ab jetzt auch offiziell süchtig nach Magnum-Eis.. obwohl ich das früher überhaupt nicht mochte! Schwimmbadbesuche waren bei den tollen Temperaturen natürlich obligatorisch und außerdem ganz wunderbar.

Girls Night! Endlich kann man wieder bis tief in die Nacht draußen sitzen – wenn ich eins liebe, sind es lauwarme Sommernächte. Und so sahen meine Wochentage aus – mal am Schreibtisch, mal im Garten. Frische Beeren am See mit einem guten Buch am Wochenende haben so unglaublich gut getan, dass ich ganz bald mehr davon brauche.

Ausflüge ans Mainufer wurden bei dem schönen Wetter auch fleißig unternommen. Egal ob ich währenddessen Französisch-Hausaufgaben gemacht, Geburtstagskarten geschrieben oder Schwäne beobachtet habe, die Stunden am Wasser und in der Sonne sind immer wieder schön. Ich wünsche euch noch eine sonnige und erfolreiche Woche!

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Sunbeams, Mini Donuts & The First Week

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Die erste Woche meines zweiten Semesters ist bereits vergangen. Es fühlte sich gut an, wieder auf dem Campus zu sein. Aufregend und doch bereits merkwürdig vertraut. Alte Sitznachbarn und Freunde, neue Gesichter; Obstschüsseln zum Frühstück auf der Dachterrasse und die obligatorische heiße Brezel auf dem Weg zur Bahn. Ich freue mich, etwas Neues zu beginnen und den Sommer auf dem Campus tanzen zu sehen. Die Menschen liegen auf ihren Jacken im langen Gras; der ganze Campus ist bevölkert von Freistundenpicknickern und Sonnenanbetern. Weiße Jeans, Streifenshirt und dunkelblaue Schleifen-Ballerinas werden zu meiner Sommeruniform, die Sonnenbrille liegt immer griffbereit. Ich gehe rein, und höre mir an, was meine Professoren zu sagen haben. Jetzt werden wieder Unsummen für Bücher ausgegeben, die Bleistifte liegen gespitzt auf dem Tisch. Dieses Semester werde ich Alt- & Mittelhochdeutsch lernen, eine Sprache, bei der ich mir nur schwer das Lachen verkneifen kann. Greogorius, der arme Heinrich und Iwein aus meinen Lehrbüchern winken mir zu, als ich mit den Andern das Gebäude verlasse. Der Duft von Sonnencreme und Minidonuts liegt in der Luft: Ein Mainufer-Picknick mit Sonnenschein und der ersten Wassermelone des Jahres mit meinen Liebsten rundet die Woche ab. Und trotz all der Hürden, die ich bereits auf mich zukommen sehe – Essays, die neue Sprache, Hausarbeiten und Klausuren; bin ich froh, wieder hier zu sein. Ich bin hier richtig, hier gehöre ich hin. Und dieser Gedanke macht mich glücklicher, als ich je geahnt hätte.

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Anhang 2(1)

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Anhang 1(1)

Sunday Struggles

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Es tut mir leid, dass ich hier so lange nichts von mir habe hören lassen, aber im Moment geht wirklich alles drunter und drüber. In zwei Wochen stehen meine Klausuren an und dazu kommt, dass ich (und da war ich nicht die Einzige) aufgrund eines Missverständnisses vorletzte Woche dachte, man hätte noch bis Sommer Zeit, sich für ein Auslandssemester während seines Studiums zu bewerben. Long Story short: hat man nicht. Dass heißt, ich muss innerhalb weniger als einer Woche an einigen Beratungsgesprächen teilnehmen sowie sämtliche Bewerbungsunterlagen, wie z.B. Empfehlungs- & Motivationsschreiben auf deutsch, englisch und französisch etc. pp. usw. zusammen sammeln und das nimmt wirklich einiges an Zeit in Anspruch. Gestern saß ich stundenlang an meinen Motivationsschreiben, ohne auch nur das Geringste von meiner Außenwelt mitzukriegen. Als ich schließlich hochschreckte, fiel mir auf, dass Tulpen vor mir auf dem Tisch standen und ich nicht gemerkt hatte, dass sie jemand dort hin gestellt hatte. Außerdem war die Welt plötzlich wieder weiß und meine Mutter hatte einen Kirschkuchen gebacken. Auch heute ging der Lernmarathon weiter. Aber hey, alles geht vorbei – und in drei Wochen kann ich mich auf 2 Monate Ferien und ihr euch auf regelmäßige Posts freuen. Ich hoffe, ihr hattet ein schöneres Wochenende als ich!

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University Girl

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Morgen beginnt bereits die zweite Uni-Woche nach den Ferien. Der Alltag klopft zaghaft wieder an, und mit ihm das Lernen und volle Seiten in meinem neuen Kalender. Aber im Moment bedeutet das nicht unbedingt etwas Schlechtes. Denn ich habe total Lust, voran zu kommen und Dinge zu erledigen. Post its mit Tinte und meinen Kalender mit Terminen zu befüllen. Neue Dinge in meinen Kopf zu saugen, Hausarbeiten abzugeben – das alles ist wider Erwarten ein gutes Gefühl. Dazu kommt, dass die Zeit auch noch so schnell vergeht, vielleicht schneller als jemals zuvor. In nicht mal einem Monat habe ich mein erstes Semester beendet, dabei kommt mir die gesamte Zeit vielleicht gerade mal vor wie drei Wochen. Verrückt!

Eine weitere tägliche Freude ist meine neue treue Begleiterin. Sie trägt meine Sachen so elegant wie nie zuvor. Das Beste ist, dass jeder Labello, jeder Kuli und jeder Hefter seinen festen Platz hat. Das Leder glänzt noch so schön matt wie am ersten Tag und ich bin immer noch sehr verliebt in diese Tasche – fast so sehr wie in mein Leben gerade. Ich wünsche euch eine schöne vierte Kalender-Woche des Jahres 2015!

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Bag – Michael Kors / Top – Bershka / Pants – Vero Moda / Shoes – H&M / Watch – Fossil /Bracelet – Hipanema /Ring – Svarowski / Nail polish – Like a lady by Essie

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Aus der Zeit des Abiturs habe ich gelernt, dass ich Proritäten setzen muss. Ich dachte, ich wüsste das schon lange: Die Priorität ist das Lernen und die Schule, ist doch klar. Es heißt nicht umsonst erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Doch wenn dich jeder Filmabend unruhig macht, du Verabredungen absagst, Hobbies Lebewohl sagst und bei allem was Spaß macht, ein schlechtes Gewissen hast, dann hast du die Prioritäten falsch gesetzt.

Im Endeffekt bleiben uns nur Momente, Erinnerungen, Pläne und Menschen. Noten, schulische Erfolge werden nach einigen Wochen, Monaten nutzlos. Vielleicht bist du noch ab und zu stolz auf sie, aber sie bedeuten dir nichts. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich Ende Februar eine Verabredung aus eben diesem “schlechten Gewissen” so kurz vor den schriftlichen Abitur-Prüfungen abgesagt habe. Und bis heute bereue ich es. Nicht nur, dass ich eine weitere Erinnerung gehabt hätte, die vielleicht das ‘Für Immer’ überdauert hätte – ich glaube auch kaum, dass ich wegen diesem einen Tag ohne Lernen insgesamt schlechter abgeschnitten hätte. Nach dieser Zeit voller Entbehrungen (ich war von November bis März kein einziges Mal shoppen, verdammt!) habe ich mir vorgenommen, nie wieder etwas Anderes über das zu stellen, was mir wirklich wichtig ist.

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Manchmal fühle ich mich verloren in der Geschwindigkeit der Zeit, in den Aufgaben des Tages, den Gedanken an Morgen. Deshalb muss ich mich gerade jetzt, in einer Zeit, in der ich wieder mit einigen Pflichten konfrontiert bin, daran erinnern, was wirklich wichtig ist. Der Weg ist das Ziel. Denn wenn wir immer nur für die Wochenenden leben – ‘Ich habe ja das Wochenende um mich zu erholen, um mich mit Freunden zu treffen etc.’, für den Samstag-Abend, den Urlaub, den Sommer… wann leben wir dann eigentlich noch?

Im Moment merke ich selbst, wie schwer es nach einem langen Tag ist, wirklich abzuschalten – und sich nicht in weiterer Arbeit zu vergraben oder vor dem Fernseher oder Laptop zu versacken. Aber manchmal vergessen wir einfach, wie viel besser es uns tut, uns den Dingen und Personen zu widmen, die wir lieben, die uns gut tun. Daher habe ich mir vorgenommen, mich in den kommenden Wintermonaten noch mehr darauf zu besinnen; mich öfter einfach so mit Freunden in Frankfurt zu treffen, oder im Café Klatsch. Feldspaziergänge, Schreiben, lange Telefonate, frische Zimtsterne aus dem Ofen. Denn das ist es, was das Leben lebenswert macht – zumindest in meinen Augen.

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Bag, Blouse – H&M / Shoes – No Name / Pants – Pull&Bear / Top – New Yorker

Ottos Mops

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Hallo meine Lieben, ich dachte, ich gebe euch mal ein kleines Update wie es mir mit meinem Studium so geht. Diesen Oktober habe ich in Frankfurt begonnen, Germanistik und Romanistik (mit dem Schwerpunkt Französisch) zu studieren. Und ich muss sagen, bis jetzt gefällt es mir wirklich gut!

Zugegebenermaßen haben mich die ganzen organisatorischen Probleme, die 1000 Fragen, das Chaos und der Kampf mit dem Stundenplan zu Beginn fast in den Wahnsinn getrieben. Nachdem aber endlich mein Stundenplan stand, ging es mir gleich viel besser. Glücklicherweise habe ich einen Wochentag frei. Zudem muss ich nur zwei mal die Woche “früh” aufstehen – ich kann also theoretisch fünf mal die Woche mit einem Buch im Bett frühstücken (was ich auch sehr oft tue). Wenn ich da an die Schulzeit denke, trägt diese Veränderung sehr zu meinem Wohlbefinden bei!

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Ich habe sie fast schon vermisst: Die Interpretaion von romantischen Gedichten. Mein Seminar der Neueren Deutschen Literatur begann sofort mit diesem Thema, also mit Goethe, Eichendorff und Co – rhetorische Mittel und ihre Verwandten fühlen sich so vertraut an, dass es mir sogar (einigermaßen) Spaß macht, meine Hausaufgaben zu erledigen.  Vor allem aber der Themenkomplex rund um die Muttersprache in germanistischer und romanistischer Sprachwissenschaft spricht mich total an. Wie lernen Kinder ihre Muttersprache so schnell und so perfekt? Wie entwickelt sich das Gehirn dabei? Wie wachsen zweisprachige Kinder auf (die von unserer Professorin nur die “von Gott gesegneten” genannt werden)? Wie denken Wolfskinder, die nie eine Sprache gelernt haben – da wir “zivilisierten” Menschen ja schließlich ausschließlich auf unserer Muttersprache denken? Alles sehr interssante Fragen, wie ich finde, und ich freue mich schon darauf, im Laufe des Studiums Antworten zu finden.

Zum Schluss lest ihr noch ein Beispiel “der experimentellen Lautpoesie des 20. Jahrhunderts” (“Einführung in die Gedichtanalyse” von Dieter Burdorf, Seite 39), welches ich zur Vorbereitung für ein Seminar lesen musste und das mich herzlich zum Lachen gebracht hat. Wenn alles nichts hilft, kann ich ja immer noch über so was meine Bachelor-Arbeit schreiben! In diesem Sinne wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag.

“Ottos Mops” von Ernst Jandl

“ottos mops trotzt
otto: fort mops fort
ottos mops hopst fort
otto: soso

otto holt koks
otto holt obst
otto horcht
otto: mops mops
otto hofft

ottos mops klopft
otto: komm mops komm
ottos mops kommt
ottos mops kotzt
otto: ogottogott”

Paradise will be a kind of Library

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Mein Kopf schwirrt vor neuen Eindrücken, Menschen, Informationen und Fragen – die Orientierungswoche an der Uni liegt hinter mir. Während dieser Woche gab es so viele Aspekte, die ich wunderbar fand und die mir das Gefühl gegeben haben, genau hier hin zu gehören. Dazu gehörten zum Beispiel eine heiße Schokolade im Campus-Café “Sturm und Drang”, ein Hinweis auf die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten, in der man sich laut Professorin mit ganz viel Kaffee in der Bibliothek einschließt und morgens mit Schreibtischyoga langsam wieder aus seinem Schreibwahnsinn aufwacht. Wie genial ist das denn? Außerdem gibt es Dinge wie “Schreibberatung”, “Schreibzentren” mit Kursen  – alles dreht sich um Bücher und um das Schreiben, was ich fantastisch finde. Den Campus finde ich zudem immer noch sehr schön (fast schon idyllisch, wenn man den Gänsen zusieht, wie sie sich auf dem Teich treiben lassen…) und ich habe auch schon nette Menschen kennen gelernt.

Natürlich gibt es auch Aspekte, die mich ziemlich überfordern. Der Fakt, dass mit mir an meiner Uni 700 andere Leute beginnen, Germanistik zu studieren, macht mich schon ein wenig sprachlos (wie ist das dann erst bei Jura oder BWL?) und lässt mich ein wenig verloren fühlen. Außerdem hasse ich diese ganze Organisation, die mich auf der (in meinen Augen) mehr als unübersichtlichen Homepage diese Woche bereits mehrmals an den Rande der Verzweiflung getrieben hat. Weitere nicht so tolle Nachrichten sind, dass ich Mittelhocheutsch (dieses Mittelalter-Deutsch) erlernen muss und nächste Woche ein Einstufungstest in Französisch ansteht. Nachdem ich seit Mai kaum ein Wort französisch geschrieben oder gesprochen habe! Ich hoffe inständig, dass sich die neun Jahre Französisch-Unterricht noch irgendwo in den Tiefen meines Kopfes befinden.

Diese Woche, die mich wieder zurück in die Welt des Lernens und der Bücher geführt hat, habe ich heute stilecht auf der Buchmesse beendet. Das Outfit habe ich übrigens so ähnlich diese Woche getragen – natürlich nur mit anderen Schuhen und einer größeren Tasche. Das Oberteil habe ich in dem sehr empfehlenswerten Mango-Outlet (auf der Zeil, vierter Stock vom neuen großen Mango) ergattert und liebe es seitdem abgöttisch. Ich hoffe, dass sich nächste Woche noch einige organisatorische Probleme klären und bin gespannt, wie die ersten Vorlesungen sein werden. Aber erst mal wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Top – Mango / Jeans – H&M / Bag – H&M / Cardigan – Bershka / High Heels – Van de Laan / Watch – Fossil / Ring – Svarowski / Bracelet – Bijou Brigitte / Nail Polish – P2

My First Day at University

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Es macht mir schon ein wenig Angst, diese Worte aufzuschreiben – aber am Montag beginnt mein Studium. Wie ich bereits in anderen Posts erwähnt habe, kann ich es nicht wirklich leiden, mit ungewohnten Situationen und neuen Menschen umgehen zu müssen. Deswegen denke ich auch schon die ganze Zeit darüber nach, wie alles wohl werden wird, ob ich alle Räume finden werde etc… Oder anders gesagt, ich habe schon etwas Angst vor diesem Neuanfang. Daher habe ich mir Punkte überlegt, mit denen ich mich beim Gedanken an das bevorstehende Studium wohler fühle. Ich dachte, ich teile sie mit euch, da im Moment viele ein Studium oder eine Ausbildung beginnen.

1. Be prepared

Der wohl wichtigste Punkt, um am Montag Morgen nicht in Panik auszubrechen, denn: wer vorbereitet ist, fühlt sich besser. Damit meine ich nicht, sich schon vor allen Anderen im Internet einen Stundenplan erstellt zu haben und bereits angefangen haben zu lernen (Gott bewahre!). Es geht viel mehr darum, sich über Datum und Uhrzeit der Orientierungsverantaltungen informiert zu haben. Die Räume, eventuell einen Plan vom Campus und natürlich die nötigen Bus- und Bahnverbindungen heraus geschrieben zu haben finde ich immer äußerst beruhigend. In meinen Augen ist es zudem wichtig, genügend Zeit einzuplanen für den Weg, aber auch für das eventuelle Suchen nach dem Weg, Räumen etc.

2. Wear the right Outfit

Natürlich muss man niemanden mit seinem Aussehen beeidrucken, auch nicht an seinem ersten Tag an der Uni. Trotzdem würde ich mich im Gammel-Kapuzen-Pulli unwohl fühlen. Ein Tipp, den ihr bestimmt schon oft gehört habt: Tragt etwas, das euch vertraut ist, und in dem ihr euch wirklich wohl fühlt. Bei mir sind das Oberteile, die super bequem sind und gleichzeitig hübsch aussehen. Ich denke, ich werde am Montag eines meiner Lieblingsoberteile tragen: Ein weißes, langärmeliges Oberteil mit Ärmeln aus Spitze von Bershka, das mir meine beste Freundin vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt hat. Es ist simpel, aber trotzdem schön und hat mir schon bei so vielen Gelegenheiten gute Dienste geleiste. Vielleicht habt ihr auch solche Evergreens im Schrank, die ihr über alles liebt? Ein weiterer Tick von mir sind die Nägel: Unlackierte Nägel habe ich eigentlich sehr selten, und zwar aus dem Grund, dass ich mich dann irgendwie so ungeschützt, ja fast nackt fühle. Mit frisch (und vor allem ordentlich) lackierten Nägeln hingegen kann ich die Welt erobern!

3. Spoil yourself

Du weißt, dass der erste Tag vermutlich ziemlich anstrengend werden wird? Kein Problem! – Mach ihn dir einfach so schön wie möglich. Ein Gang zum Supermarkt kann da Wunder wirken, denn mit frischen Smoothis, neuen Textmarkern und meinen Lieblingsmüsli-Riegeln, auf die ich mich freuen kann, sieht alles schon etwas besser aus. Außerdem belohne ich mich bewusst mit schönen Dingen – ich nehme mir vor, meinen neuen Lieblingsschal zu tragen, packe meine Tasche mit Liebe und nehme mir für den Abend etwas Schönes vor.

4. Stay calm

Im Endeffekt sollten wir alle daran denken, dass es sich hierbei um den ersten Tag von allen Erstsemestlern handelt. Und auch wenn einige jetzt schon so tun, als wären sie die totalen Profi-Studenten – wie sagt man so schön? “Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird!” Wir alle werden neu und aufgeregt sein! Außerdem ist das Ganze spätestens nach ein, zwei Wochen gar nicht mehr so aufregend. Schlussendlich ist es vor allem eine neue Chance, und eine spannende Möglichkeit, neue Dinge kennen zu lernen. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Anfang!

 

(English version)

I’m even scared to write this down, but: my German studies will finally start on monday. Because I always feel pretty uncomfortable when it comes to unknown situations, I thought I should share my tips for the first day at university (or at a new school etc.) with you, because for me they work very well.

1. Be prepared

In my opinion this is probably the most important point. Knowing the concrete time for your first lectures, all information about your railway connections etc.: This gives you more safety and with this in mind you can stay calm in the morning.

2. Wear the right outfit

Wear something which is comfortable and familiar. For me, these are clothes which are pleasant to wear but look pretty at the same time. I think I will wear a top which was a present of my best friend on monday. It is white and has sleeves out of lace and I love it really much. Do you own evergreens like that, too? Another tip are the nails: I always wear nail polish because otherwise I somehow feel naked and unsafe. But with freshly (and tidy)  polished nails I can conquer the world!

3. Spoil yourself

Make your first day as beautiful as possible. Buying fresh smoothies, new text markers and my favourite muesli bars makes everything so much better. Furthermore I reward myself with nice things: I’m planning to wear my new favourite scarf, packing my bag with love and have some nice plans for the evening.

4. Stay calm

In the final analysis we should be aware that we all will be nervous and new. Furthermore, after one or two weeks university won’t be that exciting anymore (at least I hope so). With this in mind I hope you have a great start!

The Unknown

A journey into the unknown.
A journey into the unknown.

In drei Wochen ist es soweit. Mein Germanistik-Studium beginnt. Ein neuer Lebensabschnitt, eine noch ungewisse Erfahrung, ein Neubeginn. Ich schaue ins Ungewisse. Fremde Menschen, ungewohnte Situationen, auf die ich mich irgendwie einlassen muss. Wenn ich daran denke, fühle ich mich in manchen Momenten überfordert und allein gelassen, obwohl diese Situation schon so viele Menschen, natürlich auch aus meinem Umfeld, erlebt haben. Mit Veränderungen habe ich mich schon immer etwas schwer getan, obwohl es meist danach oder dabei etwas Gutes passiert. Aber dann kommen wieder die vertrauten Fragen: Wie werde ich mich zurecht finden? Werden die Anderen mich mögen?  Werde ich mich wohlfühlen, ist mein Studiengang wirklich der Richtige für mich?

Fragen, die wohl jedem von uns schon einmal durch den Kopf gegangen sind. Es gibt Menschen, die können (scheinbar) selbstsicher mit ungewohnten Situationen umgehen und dann wieder jene, die zu viel grübeln und sich über alles schon Wochen im Vorraus den Kopf zerbrechen ( zu dieser Kategorie gehöre ich dann wohl). Bis ich mir die Frage stellte: Was bringt das überhaupt? Natürlich kann man versuchen, alles im Vorraus zu analysieren, um Fehler zu vermeiden – aber ein positives Ergebnis kommt dabei nicht heraus.

Im Endeffekt ist es ein Neuanfang, den ich auf mich zukommen lassen sollte. Auf den ich mich ja auch irgendwie freue. Fehler gehören nun mal dazu. Und selbst, wenn ich mich nicht mit allen gut verstehe oder ein Seminar schrecklich langweilig ist, ist das auch nicht das Ende der Welt. Auch ich habe mich in der Schule über die viele Arbeit beklagt, die uns allen langsam aber sicher über den Kopf gewachsen ist, und ich bin mir auch bewusst, dass ich in dieses Studium ein großes Stück Arbeit, Fleiß, Leidenschaft und Schweiß hineinstecken werde, hineinstecken muss. Denn so sehr ich manche Sachen in dieser Zeit des Abiturs gehasst habe, so sehr bin ich auch an ihnen gewachsen und wüsste sonst nicht, was ich alles leisten kann.

Ich bin sicher, in dieser Zeit werde ich viel über mich lernen, viel über meine nähere Zukunft und die Person, die ich sein will. Und nachdem ich für mich geklärt habe, dass diese angsterfüllenden Fragen nichts sind als Energie-fressende Zeiträuber, die mir die Freude am Neuen nehmen, werde ich sie links liegen lassen. Noch geht mein Blick ins Ungewisse, in eine neblige Zukunft – doch ich freue mich schon jetzt auf neue Erfahrungen.

 

It's all a matter of perspective
It’s all a matter of perspective

dress- H&M / watch – Fossil / shoes – Pull&Bear / bag – Louis Vuitton (danke Diane!)